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Krieg in Nahost: Sprit immer teurer

Zwar ist der Ölpreis Anfang der Woche nur kurz über die Marke von 100 Dollar pro Barrel geschnellt. Doch werden sinkende Ölpreise offenbar langsamer an Verbraucher weitergegeben als steigende.

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Krieg in Nahost: Sprit immer teurer

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München (dpa). Tanken wird immer teurer. Am Montag kostete nun auch Superbenzin der Sorte E10 im bundesweiten Tagesdurchschnitt mehr als 2 Euro pro Liter, wie aus Zahlen des ADAC hervorgeht. Damit war die günstigste gängige Benzinsorte so teuer wie seit Mai 2022 nicht mehr. Auch Diesel verteuerte sich am Montag deutlich und die morgendlichen Preise des Dienstags verheißen nichts Gutes für die Autofahrer in Deutschland. 

Mit einem Tagesdurchschnittspreis von 2,028 Euro pro Liter verteuerte sich E10 von Sonntag auf Montag um weitere 4,4 Cent. Damit ist der Kraftstoff inzwischen 25 Cent teurer als vor Kriegsbeginn. Diesel stieg auf 2,171 Euro pro Liter. Das waren 5,4 Cent mehr als am Sonntag und 42,5 Cent mehr als vor Kriegsbeginn. 

Am Dienstagmorgen um 7.15 Uhr – in normalen Zeiten ist Sprit dann im Tagesverlauf am teuersten – kostete ein Liter E10 im bundesweiten Schnitt 2,095 Euro, ein Liter Diesel 2,237 Euro. Beides war deutlich teurer als am Montag zur selben Zeit. 

Sorge vor dem Rakete-und-Feder-Effekt

Das weise für die Preise eher nach oben, sagte eine ADAC-Sprecherin. Dabei sinke der Ölpreis inzwischen wieder. Eigentlich müsse man daher im weiteren Verlauf auch wieder sinkende Spritpreise sehen. Angesichts der großen Unruhe und Verunsicherung im Markt sei es aber schwierig, Prognosen abzugeben. Und außerdem sei zu befürchten, dass der Rakete-und-Feder-Effekt eintrete. Er beschreibt, dass Kostensteigerungen sehr schnell an die Verbraucher weitergegeben werden, sinkende Kosten dagegen eher langsam. 

Der Ölpreis ist in normalen Zeiten der zentrale Treiber für Veränderungen der Spritpreise. Nachdem er am Montag zwischenzeitlich über 100 Dollar pro Barrel gestiegen war, lag er zuletzt wieder deutlich unter dieser Marke. 

Die Spritpreise bewegen sich derzeit auf ähnlichen Niveaus wie in den ersten Monaten nach dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022. Von den Rekorden kurz nach dem damaligen Kriegsausbruch sind sie aber noch ein Stück weit entfernt. Diesel hatte sein Allzeithoch am 10. März 2022 mit 2,321 Euro pro Liter. Super E10 am 14. März 2022 mit 2,203 Euro. Das waren 15 beziehungsweise 17,4 Cent mehr als am Montag.

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