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Pfandbriefbanken: Immobilienpreise steigen weiter – aber langsamer

Die Immobilienfinanzierer sehen kein Ende des Booms, aber immerhin ein Abflachen – auch, weil Kredite deutlich teurer geworden sind.

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Neubau eines Einfamilienhauses mit Gerüst. Bild: IMAGO / imagebroker / Helmut Meyer

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Frankfurt/Main (dpa). Der Immobilienboom in Deutschland könnte nach Ansicht der Pfandbriefbanken in den kommenden Jahren abflachen. Die Preise dürften weiter steigen, aber mit etwas nachlassender Dynamik, teilte der Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) am Montag in Frankfurt mit. Grund seien die starke Nachfrage von Investoren nach Immobilien, der Mangel an Mietwohnungen und die steigenden Baupreise. Höhere Zinsen hingegen würden die Nachfrage belasten, da damit Immobilien weniger erschwinglich würden, sagte vdp-Präsident Louis Hagen. Zuletzt haben sich Immobilienkredite stark verteuert.

Auswirkungen des Ukraine-Krieges

Die Prognose des Verbands hänge jedoch vom Krieg in der Ukraine ab – etwa, ob dieser sich noch ausweite, schränkte der vdp ein. Eine Stagnation der Wirtschaft in Deutschland bei zugleich hoher Inflation oder gar eine Rezession würde Gewerbeimmobilien belasten. Spürbare Auswirkungen auf den Wohnimmobilienmarkt seien dagegen „nur bei massiver Erhöhung der Arbeitslosigkeit“ zu erwarten.

Er teile nicht die Sorgen der Deutschen Bundesbank, die seit Jahren vor kräftigen Preisübertreibungen bei Immobilien warnt, sagte Hagen. So würden Banken Immobilienkredite weiter vorsichtig vergeben.

Pfandbriefbanken wichtigster Anbieter für Immobilienkredite

Pfandbriefbanken sind nach eigenen Angaben der wichtigste Anbieter von Immobilienfinanzierungen in Deutschland. Sie sagten 2021 Darlehen im Volumen von 175 Milliarden Euro zu, ein kräftiges Plus von 9,5 Prozent zum Vorjahr. Finanzierungen für Wohnimmobilien machten mit gut 118 Milliarden Euro (plus 11,2 Prozent) den Löwenanteil aus.


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