Berlin (iv). Der Bestand an staatlich geförderten Riester-Verträgen ist im zweiten Quartal 2021 weiter rückläufig. Das geht aus der neuen Statistik des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zuvor.
Zwischen April und Juni existierten demnach noch 16,283 Millionen Verträge. Das sind rund 31.000 weniger als im ersten Quartal des Jahres. Verluste gab es bei den Versicherungs-, den Fonds- und den Bankverträgen. Minimal zulegen konnte nur die Eigenheimrente (Wohn-Riester).
Bestand an Riester-Verträgen in Q2/2021 nach Vertragsform
Verbraucherschützer haben wiederholt den Ausstieg aus der Riester-Rente gefordert. Dennoch: Besonders Geringverdiener und Familien mit mehreren Kindern können von einem Riester-Vertrag profitieren – zumindest so lange wie Zulagen vom Staat fließen. Wenn die Kinder groß sind und die Kinderzulagen wegfallen, wendet sich oft das Blatt. Wer dann seinen Riester-Vertrag kündigt, muss alle Zulagen zurückzahlen. Eine im Zweifel gute Alternative ist, den Vertrag ruhen zu lassen. Man spricht auch von „beitragsfrei stellen“. Etwa ein Fünftel aller Verträge sind ruhendgestellt.
| Vertragsform | Bestand in Mio. | Vergleich zu Q1/2021 (gerundet) |
|---|---|---|
| Versicherungen | 10,641 | -20.000 |
| Banksparverträge | 0,578 | -6000 |
| Fondsverträge | 3,284 | -8000 |
| Wohn-Riester | 1,779 | +3000 |
