Ihre-Vorsorge Logo

Riester-Rente: Neue Zahlen

Weiterhin Stagnation bei der Altersvorsorge. Kaum mehr Verträge. Vor allem Riester-Banksparpläne lassen Federn. Bringt 2018 die Wende?

Artikel vorlesen

Autor / Quelle

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Businessmann umfasst ein transparentes Sparschwein mit 1-Euro-Münzen. Bild: IMAGO / Panthermedia / Andriy Popov

© Nicht definiert

Berlin (mjj). Seit 2015 ist der Gesamtbestand der Riester-Renten kaum gestiegen. Das zeigen neue Daten des Bundessozialministeriums, über die das Versicherungsjournal zuerst berichtete. Für das Jahr 2017 weist das Ministerium knapp 16,6 Millionen Riester-Renten aus - ein mageres Plus von 2.300 Verträgen. Die Zeiten zweistelliger prozentualer Zuwachsraten sind passé. 

Während die Sparte der Wohn-Riesterangebote im Jahresvergleich ein Plus von 4,5 Prozent einfährt (1.77 Millionen Verträge), steigt die Zahl der Riester-Investmentfondsverträge um 1,9 Prozent (3,23 Millionen Verträge). Die Versicherungsbranche hat dem BMAS für das vergangene Jahr 10.87 Millionen Verträge (- 0,6 Prozent) gemeldet, die Kreditinstitute 726.000 Riester-Banksparpläne (- 6,2 Prozent).

Im Schatten sinkender Zinsen

Die Zahlen zeigen, dass vor allem jene Produkte unter Nachfrageschwund leiden, die besonders von sinkenden Zinsen betroffen sind. Neuverträge für Riester-Rentenversicherungen können lediglich einen Garantiezins von 0,9 Prozent versprechen. Die zusätzlichen Überschussbeteiligungen sinken, weil es am Markt für sichere Anlage kaum noch Zinsen gibt.

Banksparpläne orientieren sich an Refrenzzinssätzen wie etwa der Umlaufrendite. Diese spiegelt das Zinsniveau von Bundeswertpapieren mit unterschiedlichen Laufzeiten wider. Andere Anbieter koppeln die Verzinsung ihrer Verträge an eigens geschaffene Zinsbarometer, die verschiedene Laufzeiten kombinieren. Für beide Strickarten gilt: Sinken die Zinsen am Markt, trifft es auch die Riester-Sparer. 

Umgekehrt profitieren Anbieter von Investmentfonds und Wohn-Riesterverträgen: Sie erhalten Rückenwind vom Aktienmarkt beziehunsgweise von seit Jahren günstigen Konditionen für Immobilienkredite.

Luft nach oben

Spannend für die Anbieter wird das Jahr 2018: Mit dem Jahreswechsel hat die Riester-Rente an Attraktivität gewonnen:

  • Die Grundzulage stieg von 154 Euro auf 175 Euro. 
  • Ein neuer Freibetrag in der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung sorgt dafür, dass Renten aus Riester-Verträgen nicht mehr voll angerechnet werden.
  • Leistungen aus Riester-Renten, die im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung abgeschlossen wurden, unterliegen in der Auszahlungsphase nicht mehr der Beitragspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung.
Hinzu kommt, dass die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung steigt: Wer Rentenversicherungsbeiträge zahlt, hat Anspruch auf Riester-Förderung. Insgesamt waren im Januar nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 32,47 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt - 762.000 mehr als ein Jahr zuvor. Bei 16,6 Millionen Riester-Verträgen ist also noch Luft nach oben.
None


Weitere Artikel

Time
2 Minuten

Bargeld spielt in Deutschland traditionell eine große Rolle, doch Verbraucher zahlen immer öfter elektronisch oder per Karte, zeigt eine neue Studie. Andere Länder sind aber weit voraus.

Time
2 Minuten

Sprachkurs, Bewerbungsmappe oder doppelte Miete: Was alles zu den Werbungskosten zählt und wann sich die Ausgaben wirklich auszahlen. Experten-Tipps für die nächste Steuererklärung.

Time
3 Minuten

Frankfurt und München galten lange als gefährdet in Sachen Immobilienblasen. Eine neue Studie sieht die Lage nun deutlich entspannter. Dahinter stecken mehrere Gründe.

Time
2 Minuten

Es zeichnet sich ab, dass Haushalte in diesem Jahr fürs Heizen oft mehr bezahlen müssen als 2025. Wer mit Gas heizt, könnte erstaunlicherweise aber noch Glück haben. Eine neue Studie nennt Gründe.

Time
3 Minuten

Steigende Energiepreise belasten viele Haushalte. Doch gerade beim Heizen sehen Fachleute noch viel Sparpotenzial – Hunderte Euro bei Wohnungen, in Einfamilienhäusern noch mehr. So gelingt es.

Time
4 Minuten

Die Neuauflage des Tankrabatts soll Autofahrer kurzfristig entlasten, stößt aber auf Kritik. Verbraucherschützer und Sozialverbände fordern gezieltere Maßnahmen für Haushalte mit geringem Einkommen.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026