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Solarstrom vom Balkon: Was Mieter beachten sollten

Mit einer Mini-Solaranlage wird der Traum vom eigenen Solarstrom auch in der Mietwohnung wahr. Es gibt aber einiges zu beachten.

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Balkon mit Solarmodulen. Bild: IMAGO / Robert Poorten

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Frankfurt/ Wiesbaden (iv). Wer als Mieter eine Mini-Solaranlage auf dem Balkon installieren will, sollte das nicht in einer Spontan-Aktion tun, auch wenn solche Anlagen oft als „steckerfertig“ beworben werden. Das rät der Landesverband der Hessischen Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer. Vorher sei einiges rund um das Mietverhältnis zu klären. Zudem sollte eine Elektro-Fachkraft hingezogen werden, besonders bei Altbauten.

„Der Begriff ‚steckerfertige PV-Anlagen‘ kann Mieter zu falschen Schlüssen verleiten“, warnt Younes Frank Ehrhardt, Geschäftsführer von Haus & Grund Hessen. „Auch diese vermeintlich einfachen Geräte können nicht ohne Weiteres auf den Balkon gestellt, angeschlossen werden – und die Stromproduktion beginnt.“

„Wenn die optimale Platzierung einen Eingriff in die Bausubstanz erfordert – beispielsweise Bohrlöcher in der Fassade – muss der Vermieter gefragt werden“, so Ehrhardt. Auch bei einfacher Befestigung, etwa am Balkongeländer, könne die neue Anlage das Erscheinungsbild der Fassade verändern – und das setzt ebenfalls die Zustimmung des Vermieters voraus. Ehrhardt warnt zudem: „Ein generelles Verbot in einer Wohneigentumsanlage steht einer PV-Anlage im Wege oder hat nach einer voreiligen Installation die umgehende Demontage zur Folge.“

Brandgefahr bei Netzüberlastung

Für den Anschluss des Balkonkraftwerks reicht eine einfache Außensteckdose nicht aus – und keinesfalls sollte eine Mehrfachsteckdose verwendet werden. „Die VDE-Normen sehen vor, dass der Anschluss immer entweder fest oder über eine Energiesteckdose erfolgt, die von einer Elektrofachkraft installiert werden muss“, bezieht Ehrhardt sich auf die Vorgaben des Verbandes der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE).

Mit der Einspeisung ins Hausnetz steigt jedoch auch die dort fließende Strommenge. „Eine Fachkraft muss daher unbedingt vorab prüfen, ob das vorhandene Netz mit seinen Leitungen für den zusätzlichen Solarstrom ausreichend dimensioniert ist“, so Ehrhardt. „Gerade in Altbauten ist das oft nicht der Fall.“ Mitunter müssen Leitungen erneuert, fehlende Schutzschalter installiert und Sicherungen ausgetauscht werden, um Brandgefahr auszuschließen.

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