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Stiftung Warentest: Wie Sie Ihr Fahrrad am besten versichern

Welche Versicherung deckt einen Fahrraddiebstahl am besten ab? Kommt darauf an: Drei Modelle im Vergleich – von Hausrat bis Kasko, mit Test und Tipps der Stiftung Warentest Finanzen.

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Stiftung Warentest: Wie Sie Ihr Fahrrad am besten versichern

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Berlin (dpa/tmn). Sie mögen Ihr Fahrrad? Damit sind Sie unter Umständen nicht allein – denn auch für Diebe sind Drahtesel ein begehrtes Gut. Allein in Berlin etwa werden jedes Jahr rund 30.000 Fahrräder gestohlen, berichtet die „Stiftung Warentest Finanzen“ in der neuesten Ausgabe (Heft 4/2026). Gut, wenn zumindest der materielle Wert ersetzt werden kann. Hier kommen Versicherungen ins Spiel. Doch welche für wen die richtige ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Etwa vom Wert des Fahrrads. Je höher der Fahrradpreis, desto eher kann sich ein Schutz lohnen. Fahre ich nur gelegentlich oder täglich? Für Vielfahrer kann eine Kaskoversicherung mit erweiterten Leistungen Sinn ergeben. Wo wohne ich? Denn die meisten Versicherer kalkulieren ihre Beiträge anhand der Diebstahlstatistiken. Großstädte und andere Klau-Hotspots sind teurer als Städte mit Niedrigrisiko. Und wer in so einem Ort wohnt und ein nicht so kostspieliges Rad hat, kann auch ganz ohne Versicherung klarkommen. 

Grundsätzlich gibt es drei unterschiedliche Typen, mit denen sich Fahrraddiebstahl absichern lässt:

Diese Versicherungen können Fahrraddiebstahl abdecken

Typ 1 – Die Hausratversicherung

Ein Fahrradschutz sei in vielen Policen bereits enthalten oder ließe sich meist per Klausel hinzubuchen. Nachteile: Vom Grundsatz her leisten die Versicherer maximal bis zu einer vereinbarten Summe (etwa 1.000 oder 1.500 Euro) als konkretem Wert im Vertrag, oder es wird ein Prozentsatz der gesamten Versicherungssumme genannt. 

Zwei Besonderheiten: Versichert sind immer alle Fahrräder im Haushalt. Werden mehrere gleichzeitig geklaut, zähle das als nur ein Schaden. Sind die Räder teuer, kann die Gesamtschadensumme die vereinbarte Versicherungssumme überschreiten. 

Vorsicht – Risiko: Der Versicherer darf nach jedem Schaden die Police kündigen, also auch nach einem Fahrraddiebstahl. Auf diese Weise könnte aber der gesamte Hausratschutz verloren gehen. Dann könne es im Einzelfall schwieriger sein, eine neue zu finden, weil man Vorschäden angeben muss.

Typ 2 – Die separate Fahrraddiebstahlversicherung

Sie ist sinnvoll für hochwertige Fahrräder oder E-Bikes. Wichtiges Kriterium für „Stiftung Warentest“ bei guten Tarifen: Neuwertentschädigung über mehrere Jahre – auch für sämtliche Einzelteile wie etwa Sattel oder Beleuchtung und keine komplizierten Sicherheitsauflagen. Damit meinen die Tester, dass etwa ein einfaches Fahrradschloss für die Sicherung ausreicht und das Rad muss nicht fest an einem Ständer oder Pfahl angeschlossen sein.

Typ 3 – Die Fahrradversicherung mit zusätzlichem Kaskoschutz

Solche Police leisten je nach Tarif auch etwa bei Stürzen, Vandalismus und sogar Verschleiß. Sie sind daher aber auch teurer. Als Faustregel rät die Stiftung, bei einem Radwert ab 3.000 Euro und intensiver Nutzung darüber nachzudenken. Manche inkludieren auch Schutzbrief-Leistungen etwa bei Pannen.

Viele Tarife im Test schneiden „sehr gut“ ab

„Stiftung Warentest Finanzen“ hat insgesamt 112 Tarife für spezielle Fahrradversicherungen von 45 Anbietern unter die Lupe genommen, die mindestens Diebstahl absichern. Als „empfehlenswert“ gelten demnach Urteile mit mindestens „gut“. So schnitten 13 Diebstahlschutz- (darunter 7 „sehr gut“) und 78 Kaskoschutztarife (28 „sehr gut“) ab.

Unter anderem heben die Tester den Tarif „Fahrrad-Diebstahl (Paket S)“ der Signal Iduna hervor. Er schneidet „sehr gut“ (Note 1,4) ab. Er ist in Städten mit hohem Risiko – im Test Berlin und Göttingen – genauso preiswert wie in der Stadt Remscheid mit Niedrigrisiko. Bezogen etwa auf ein Trekkingrad für 1.500 Euro kostet die Police hier jährlich je 32 Euro. Für ein rund 6.000 Euro teures E-Lastenrad kostet sie 50 Euro, für ein E-Cityrad (3.000 Euro) sind es je 38 Euro.

Mit „sehr gut“ an der Spitze wurden die jeweils „Diebstahl-Schutz“ genannten Tarife von Huk Coburg, Huk24 und VRK bewertet – alle mit der Note 1,0.

Eine Kasko deckt zudem Stürze, Vandalismus und Verschleiß ab

Um eine Vorstellung von den Kosten von „sehr guten“ und günstigen Kaskoversicherungen zu bekommen, folgen zwei Tarifbeispiele, die unabhängig vom Wohnort (Remscheid/Göttingen/Berlin) die gleichen Preise aufrufen:

  • P&P Pergande & Pöthe (Kravag) „Bike-ASSekuranz SofortschutzPlus“ (1,2): Bezogen auf das Trekkingrad kostet die Police hier jährlich 60 Euro, für das E-Cityrad 70 Euro und die Police für das E-Lastenrad kostet 230 Euro.
  • Signal Iduna „Fahrrad-Diebstahl und Beschädigung (Paket M)“ (1,4): Bezogen auf das Trekkingrad kostet die Police hier jährlich 98 Euro, für das E-Cityrad 149 Euro und die Police für das E-Lastenrad kostet 253 Euro.

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