Frankfurt (iv). Wer beim Kauf eines Smartphones, Laptops oder anderer Klein-Elektrogeräte eine Geräteschutzversicherung angeboten bekommt, sollte im Regelfall besser die Finger davon lassen. Das empfiehlt der Bund der Versicherten (BdV). Solche Versicherungen seien „weder bedarfsgerecht noch bringen sie einen wirtschaftlich vorteilhaften Versicherungsschutz“, sagt BdV-Vorständin Bianca Boss.
„Die Namen der Produkte wie ‚Garantieverlängerung‘ oder ‚Plusschutz‘ lassen nicht auf Anhieb erkennen, dass es sich um Versicherungen handelt. Zusätzlich sind die Verträge häufig so kompliziert konzipiert, dass für Laien kaum nachvollziehbar ist, wann sie von der Versicherung unter welchen Voraussetzungen welche Leistung erhalten“, kritisiert die Expertin. Meist werde nur der Zeitwert und nicht der Neupreis erstattet. Akku- und Softwareschänden seien nicht versichert. Und oft werde eine Selbstbeteiligung fällig.
Diebstahlschutz kostet oft extra
Ebenfalls oft nicht abgedeckt sei der einfache Diebstahl. Dieser Diebstahlschutz koste meist extra. und selbst dann würden viele Versicherer nur zahlen, wenn beispielsweise das Smartphone ständig beaufsichtigt wird und die sogenannte Abwehrbereitschaft der Besitzer gegeben ist. „Auf den Alltag übertragen bedeutet das: Würde das Smartphone von der Picknickdecke gestohlen, während man sein Kind vom Spielplatz holt, bestünde kein Versicherungsschutz.“
