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Volkswirte erwarten fünf Prozent geringere Wirtschaftsleistung

Steigende Arbeitslosenzahlen und verminderte Wirtschaftsleistung: Die „Corona-Zwangspause“ wird tiefgreifende Folgen auf die Wirtschaft haben.

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Finanzberater zeigt einem Paar am Bildschirm einige Charts. Bild: IMAGO / Panthermedia / Andrey Popov

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Nürnberg (dpa). Die Volkswirte führender deutscher Finanzorganisationen sagen als Folge der Corona-Krise einen herben Einbruch der Wirtschaftsleistung voraus. Demzufolge dürfte das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland in diesem Jahr um rund fünf Prozent sinken – ähnlich wie nach der Finanzkrise 2009.

Wirtschaftsexperten erwarten rapiden Anstieg der Arbeitslosigkeit

Dabei gehen die Ökonomen in ihren Rechenmodellen davon aus, dass um Anfang Mai herum wieder weitgehend gearbeitet werden kann. „Um die Ausbreitung des Covid-19-Virus zu verlangsamen, muss die deutsche Wirtschaft derzeit eine notwendige Atempause einlegen, die voraussichtlich ein bis zwei Monate dauern wird“, sagte Katharina Utermöhl von der Allianz-Gruppe in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie erwartet bereits für März einen „rapiden Anstieg der Arbeitslosigkeit“.

Die Industrie wird sich nur langsam erholen

Jens-Oliver Niklasch von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) äußerte die Einschätzung, die Industrie werde nach Abklingen der Pandemie voraussichtlich nicht im selben Tempo hochfahren, wie sie jetzt herunterfahre. Sie sei international stark vernetzt und abhängig von funktionierenden Lieferketten.

Marc Schattenberg von der Deutschen Bank rechnet mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit im Jahresschnitt um etwa 0,5 Punkte auf eine Quote von 5,6 Prozent, sofern die Krise im Mai weitgehend überwunden sein wird. Dann dürfte die Wirtschaftsleistung 2020 um 4,5 bis 5 Prozent zurückgehen.


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