Ihre-Vorsorge Logo

Warum Geringverdiener unter hohen Energiepreisen besonders leiden

Umfrage zeigt: Viele geraten in finanzielle Schwierigkeiten, weil der Spielraum im Haushaltsbudget fehlt.

Artikel vorlesen

Autor / Quelle

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Kleines Kind mit Fünf- und Zehn-Euro-Scheinen. Bild: IMAGO / photothek / Ute Grabowsky

© Nicht definiert

München (tö). Durch die zuletzt stark gestiegenen Energiepreise geraten vor allem Geringverdiener in finanzielle Bedrängnis. Etwa zwei Drittel der Arbeitnehmer mit einem Monatseinkommen von unter 2300 Euro brutto fühlen sich von den höheren Kosten für Heizenergie, Sprit und Strom betroffen. In dieser Gruppe berichtet etwa jeder Fünfte über „große finanzielle Schwierigkeiten“. Das geht aus einer nicht repräsentativen Umfrage des Portals Lohnspiegel.de hervor, an der sich 5164 Beschäftigte beteiligt haben. Lohnspiegel.de wird vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung wissenschaftlich betreut.

  • Je nach Energieträger geben jeweils 42 bis 50 Prozent der Befragten an, auf andere Dinge verzichten zu müssen, um ihre Energierechnungen zu bezahlen.
  • Unter Beschäftigten mit einem höheren Monatsverdienst ab 4000 Euro brutto berichtet hingegen rund die Hälfte, dass sie sich die steigenden Energiekosten bislang „ganz gut leisten“ können.
  • Im mittleren Verdienstbereich zwischen 2300 und 4000 Euro müssen sich 45 Prozent nach eigenen Angaben einschränken.
Rund ein Fünftel aller Befragten gibt an, von den einzelnen Energiepreissteigerungen bislang nicht betroffen zu sein – zum Beispiel, weil die Stromkosten noch nicht gestiegen sind oder sie kein Auto besitzen.

Bei Geringverdienern reicht das Geld hinten und vorne nicht

Laut WSI entfällt für Haushalte mit geringem Einkommen ein besonders hoher Anteil der Ausgaben auf Güter, deren Preise zuletzt stark geklettert sind. Das gilt auch für Nahrungsmittel. Hinzu kommt: Bei Geringverdienern ist das Haushaltsbudget oft schon so auf Kante genäht, dass der finanzielle Spielraum fehlt, um zusätzliche Kosten aufzufangen.

Mehr zum Thema


Weitere Artikel

Time
4 Minuten

Die steigenden Ausgaben für das Gesundheitssystem sollen gebremst werden. Dafür kippte die Politik auch eine Informationspflicht für die Krankenkassen. Verbraucherschützer warnen vor negativen Folgen.

Time
2 Minuten

Schon mit dem Studium gestartet, aber noch nicht an Versicherungen gedacht? Auch wenn es langweilig klingt, es lohnt sich. Welche Policen Studierende vor bösen Überraschungen schützen.

Time
3 Minuten

Der Iran-Krieg hat Tanken und Heizen erheblich verteuert. Mit der vom Staat verordneten Entlastung an Deutschlands Tankstellen ist es vorerst vorbei. Die Inflationsrate könnte noch weiter steigen.

Time
3 Minuten

Miete, Lebenshaltungskosten, Studienmaterial – ein Studium kostet Geld. Der Bankenverband gibt Empfehlungen, wie Studierende ihre Finanzen im Blick behalten.

Time
2 Minuten

Die Spritze oder die Pille zum Abnehmen kosten oft mehrere Hundert Euro im Monat. Unter bestimmten Bedingungen können die Ausgaben die Steuerlast senken.

Time
5 Minuten

Mehrere Tausend Euro für ein neues E-Bike? Das ist vielen zu teuer. Der Blick fällt deshalb immer öfter auf professionell aufbereitete Gebrauchträder. Worauf sollten Käuferinnen und Käufer da achten?

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026