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Was Robo-Advisor für die Geldanlage und Altersvorsorge bringen

Mit Anlagerobotern lässt sich besonders bequem Geld an der Börse anlegen. Aber auch erfolgreich? Das Verbraucherportal biallo.de hat verglichen.

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Paar im mittleren Alter schaut lächelnd auf einen Laptop-Bildschirm.

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München (tö). Immer mehr Anlegerinnen und Anleger nutzen Robo-Advisor, um ihr Geld zu vermehren und auch für den Ruhestand zu sparen. Im Durchschnitt sind die Kunden 47 Jahre alt, haben 31.000 Euro bei einem der Roboter für das automatisierte Investieren an der Börse angelegt und sparen monatlich knapp 300 Euro. Das investierte Kundengeld hat sich im Corona-Jahr 2021 auf rund 14 Milliarden Euro verdoppelt. Dies geht aus einer Auswertung des Verbraucherportals biallo.de hervor. Demnach haben die Robo-Advisor in den vergangenen Jahren für ihre Kunden deutliche Gewinne erzielt, mit den Kursgewinnen an den Aktienmärkten konnten sie jedoch meist nicht ganz mithalten.

Anlageroboter stellen Portfolio je nach Risikoneigung zusammen

Robo-Advisor legen je nach Risikoneigung der Kunden in Wertpapierdepots mit niedrigem, ausgewogenem und hohem Aktienanteil an. Die meisten Anbieter setzen dabei auf börsennotierte Indexfonds (bekannt als ETF), die die Kursentwicklung von bestimmten Börsenindizes abbilden. Manche verwenden auch ETF und aktiv gemanagte Investmentfonds, einige wenige einzelne Aktien und Anleihen. Die Experten des Verbraucherportals biallo.de analysierten ausschließlich ausgewogene Portfolios mit einer Aktienquote von 40 bis 60 Prozent. Insgesamt wurden 39 Angebote ausgewertet, 12 davon firmieren als „nachhaltig“, bei denen auf die sogenannten ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales, gute Unternehmensführung) geachtet werden soll.

Beträchtliche Unterschiede bei Dreijahres-Entwicklung

Schaut man nun auf die Wertentwicklung der Portfolios, ist das Ergebnis auf den ersten Blick erfreulich: Die 12 nachhaltigen Varianten legten 2021 im Wert im Durchschnitt 11,6 Prozent zu, innerhalb von zwei Jahren um 18,8 Prozent und binnen drei Jahren um 36,1 Prozent. Die 27 konventionellen Varianten schnitten etwas schwächer ab: Hier betrug die Wertentwicklung plus 11,1 Prozent (ein Jahr), 15,3 Prozent (zwei Jahre), 31,2 Prozent (drei Jahre).

Die Unterschiede sind allerdings beträchtlich: Einige Anbieter holten knapp 40 Prozent in der Drei-Jahres-Bilanz heraus, andere nur um die 20 Prozent.

Für langfristige Anlagen sind Robo-Advisor durchaus attraktiv

Vergleicht man die Robo-Advisor mit der Entwicklung der relevanten Indizes wie den Aktienindex MSCI World und den Anleiheindex Bloomberg Barclays Global Aggregate Bond, die in etwa der Marktentwicklung eines ausgewogenen Portfolios entsprechen, schafften es aber nur wenige in den drei Zeiträumen besser abzuschneiden. Die Geldexperten von biallo.de halten die Anlageroboter deshalb vor allem für Anleger attraktiv, die sich selbst bei ihrer Anlage um möglichst wenig kümmern wollen, aber gerade für die langfristige Altersvorsorge die Chancen an der Börse nutzen wollen.

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