Ihre-Vorsorge Logo

Zahnzusatzversicherung: In welchem Alter abschließen?

Ob Implantat, Krone oder Brücke: Zahnersatz kann ganz schön ins Geld gehen. Entspannter ist, wer eine entsprechende Versicherung abgeschlossen hat. Welcher Zeitpunkt ist der richtige dafür?

Artikel vorlesen

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlicht

Zahnarzt untersucht Patientin. Bild: IMAGO / Westend61 / Andràs Benitez

© Nicht definiert

Berlin (dpa/tmn). Ein Zahn muss gezogen und ersetzt werden? Neben der Angst vor dem Eingriff dürfte bei so manchem die Sorge vor einer hohen Zahnarztrechnung dazukommen. Wer beim Zahnersatz nämlich mehr möchte als die Regelversorgung der gesetzlichen Krankenkasse, zahlt drauf. Im Falle eines Implantats etwa können das schnell mehrere Tausend Euro sein.

Gut, wenn man extra für diesen Fall Geld zurückgelegt oder eine Zahnzusatzversicherung abgeschlossen hat. Doch welcher Zeitpunkt ist der richtige für den Abschluss so einer Police?
In einem Fall ist es ganz klar zu spät: Wenn eine Zahnersatzbehandlung bereits begonnen hat oder sie als angeraten oder geplant in der Patientenakte vermerkt ist, gibt es dafür kein Geld mehr. 

Eher schlechte Zahnsubstanz? Lieber früher abschließen

Man sollte also aktiv werden, bevor die Zähne größere Probleme bereiten. Die Zeitschrift „Stiftung Warentest Finanzen“ nennt Anfang 40 als meist gutes Einstiegsalter (Ausgabe 7/2025). Wer allerdings schon in jüngeren Jahren mit einer eher schlechten Zahnsubstanz kämpft, schließt die Police lieber früher ab. Kinder allerdings brauchen in den allermeisten keine Zahnzusatzversicherung. 

Schon (deutlich) älter als Anfang 40? Dann ist der Zug längst nicht abgefahren. Die meisten Tarife sind der Stiftung Warentest zufolge nämlich so gestaltet, dass die Beiträge zwar mit dem Alter steigen, allerdings unabhängig vom Einstiegszeitpunkt. Heißt: Wer 60 Jahre alt ist, zahlt in so einem Tarif stets Summe X pro Monat – egal, ob er oder sie die Police im Alter von 40 oder 50 Jahren abgeschlossen hat. 

Dem gegenüber stehen allerdings Policen, bei denen ein früherer Einstieg sehr wohl dafür sorgt, dass der Beitrag günstiger ausfällt und es auf Dauer auch bleibt. 

Zahnstaffel und Wartezeiten beachten 

Allzu lange sollte man mit dem Abschluss der Zahnzusatzversicherung aber nicht warten. Schließlich steigt mit zunehmendem Alter das Risiko, dass die Zähne Probleme bereiten. Und nahezu alle Tarife sehen „Stiftung Warentest Finanzen“ zufolge eine Phase der Leistungsstaffelung vor, auch als „Zahnstaffel“ bekannt.

Heißt konkret: In den ersten Jahren übernehmen die Anbieter die Behandlungskosten nur bis zu einer gestaffelten Höchstsumme. In aller Regel fließt erst ab dem fünften Jahr die volle vereinbarte Summe. Andere Tarife haben zudem eine Wartezeit – also eine Phase von meist mehreren Monaten, in der sie für Zahnersatz gar nicht zahlen, andere Leistungen wie professionelle Zahnreinigungen womöglich aber bereits übernehmen. 

Passende Police finden: Eine Frage von Budget und Umfang

Wer auf der Suche nach einem passenden Tarif ist, muss sich Gedanken darüber machen, was der leisten soll und wie viel Geld man ausgeben möchte. Die Stiftung Warentest hat drei Kundentypen definiert, denen man sich zuordnen kann: 

  • „Rundum sorglos“: Hier muss man auch bei teuren Implantaten gar nichts zuzahlen. Dementsprechend teuer sind diese Tarife: für sehr gut bewertete muss ein Modellkunde im Alter von 43 Jahren monatlich zwischen 40 und 77 Euro hinlegen.
  • „Kasse genügt“: Wer hingegen mit der Regelversorgung der Krankenkasse zufrieden ist, sich aber den verbleibenden Eigenanteil von 25 bis 40 Prozent ersparen will, muss für entsprechende Tarife zwischen 9 und 14 Euro im Monat bezahlen.
  • „Gut und günstig“: Das ist der Mittelweg, der pro Monat im Schnitt 14 bis 29 Euro kostet. Diese Tarife bieten mehr Leistungen als die Regelversorgung, springen also auch ein, wenn Inlays, Keramikkronen oder Implantate gewünscht sind. Versicherte müssen aber dennoch einen kleinen Eigenanteil leisten.

Für einen Tarif entschieden? Wie bei jeder anderen privaten Zusatzversicherung gilt auch dann: Beim Ausfüllen des Formulars sollte man die Fragen zum Zustand der Zähne wahrheitsgemäß beantworten. Wer falsche Angaben macht oder Probleme verschweigt, muss mit gekürzten oder sogar komplett verweigerten Leistungen rechnen.


Weitere Artikel

Time
2 Minuten

Die Ökonomin Monika Schnitzer hält den Tankrabatt für das falsche Werkzeug. Um die zu entlasten, die das besonders nötig haben, sieht sie eine bessere Alternative.

Time
2 Minuten

Für den Verkaufserfolg einer Immobilie kann die Wahl eines geeigneten Maklers entscheidend sein. Was Sie berücksichtigen sollten.

Time
2 Minuten

Mehr Sorgen, weniger Spielraum: Beim Geld gehen die Geschlechter auseinander. Laut einer Umfrage blicken Frauen anders auf ihre finanzielle Zukunft als Männer.

Time
3 Minuten

Die Energiepreise sind hoch. Doch wer ungedämmte Heizungsrohre isoliert, kann seine Kosten erheblich senken. Das zeigt eine Modellrechnung.

Time
2 Minuten

Große Unterschiede bei steuerpflichtigen Erbschaften und Schenkungen: Pro Kopf wird im Westen mehr als viermal so viel über den Freibeträgen vererbt und verschenkt wie im Osten.

Time
6 Minuten

Eine neue Heizung spart langfristig Kosten – doch wie lässt sich der Austausch solide finanzieren? Fachleute geben Tipps zu Förderungen und Krediten.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026