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Zollkonflikte und Aktien-Hype: EZB mahnt zur Vorsicht

Wie solide sind Europas Banken? Die Europäische Zentralbank lobt ihre Widerstandskraft, warnt aber vor möglichen Folgen von Handelsstreitigkeiten und hoch bewerteten Aktien.

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Eurozeichen vor der Europäischen Zentralbank EZB. Bild: IMAGO / All Canada Photos / imago stock&people

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Frankfurt/Main (dpa). Handelskonflikte, Zollschranken, mögliche Blasen an den Aktienmärkten: Die Risiken für die Finanzstabilität im Euroraum bleiben nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) vielfältig. Zwar habe sich die Unsicherheit in der Handelspolitik seit den Höchstständen im April „deutlich entspannt“, fasst EZB-Vizepräsident Luis de Guindos die Erkenntnisse des jüngsten halbjährlichen Finanzstabilitätsberichts der Notenbank zusammen. „Aber die Unsicherheit hält weiterhin an, mit dem Potenzial für erneute Spitzen.“ Anfang April hatte US-Präsident Donald Trump mit einem gewaltigen Zollpaket Handelspartner und Finanzmärkte in Aufruhr versetzt. 

Die Aktienmärkte erholten sich jedoch überraschend schnell von dem Einbruch im April. Inzwischen wächst die Sorge, dass einzelne Trends überbewertet sind. Die Finanzmärkte – insbesondere die Aktienmärkte – seien „aufgrund anhaltend hoher Bewertungen und einer zunehmenden Konzentration der Aktienmärkte anfällig für starke Korrekturen“, schreibt die EZB. EZB-Vize de Guindos hatte jüngst vor der Gefahr einer Börsenkorrektur gewarnt, die von hoch bewerteten US-Tech-Aktien und dem Hype um Künstliche Intelligenz ausgehen könnte. 

Zunehmende Kreditrisiken für Banken 

Die gute Nachricht: Die Banken im Euroraum stehen aus Sicht der EZB, die die größten Geldhäuser im Währungsraum direkt überwacht, insgesamt solide da. Die Institute verdienten gut und hätten sich dank reichlicher Reserven für Krisenzeiten „als widerstandsfähig gegenüber den jüngsten Schocks erwiesen“, stellt die EZB fest. Zum Problem werden könnte für Banken jedoch, wenn Unternehmen, die stark von Zöllen betroffen sind, bei der Rückzahlung von Krediten in Schwierigkeiten geraten.


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