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Börsen-Chef: Brauchen mehr privates Kapital für Rente

Vor einem Treffen von Kanzler Merz mit Managern plädiert Deutsche-Börse-Chef Leithner für Reformen, um etwa die Rentensysteme zu entlasten. So sollte die Frühstartrente ausgeweitet werden.

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Figuren eines Bären und eines Bullen stehen auf dem Tisch in der Frankfurter Börse. Bild: IMAGO / Westend61

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Frankfurt/Main (dpa/sth). Rente, Mittelstand, Start-ups: Deutsche-Börse-Chef Stephan Leithner hat am Montag vor einem Treffen von Top-Managern mit Kanzler Friedrich Merz für konkrete Schritte plädiert, um die Kapitalmärkte in Deutschland zu stärken und mehr Geld von Großanlegern zu gewinnen. “Die Kapitalmärkte sind der Multiplikator, um aus den staatlichen Impulsen ein Vielfaches zu machen”, sagte Leithner der Deutschen Presse-Agentur. “Ziel muss sein, das vorhandene Kapital privater Investoren aus dem In- und Ausland für die Modernisierung unserer Unternehmen, unsere Infrastruktur und unsere Alterssicherung zu gewinnen.” 

Konkret sprach sich Leithner dafür aus, umgehend weitergehende kapitalmarktbasierte Altersvorsorge-Lösungen einzuführen, um das Rentensystem zu entlasten. So sollte etwa die Frühstartrente, mit der die Bundesregierung die Altersvorsorge von Kindern ab dem sechsten Lebensjahr über ein Altersvorsorgedepot fördern will, auf Neugeborene ausgeweitet werden. Generell würden über eine kapitalbasierte Alterssicherung Bürgerinnen und Bürger am wirtschaftlichen Erfolg beteiligt. Zudem sei eine stärkere Mitarbeiterkapitalbeteiligung nötig, damit Beschäftigte besser vom Erfolg ihres Unternehmens profitierten.

Weniger Vorschriften für Investments in Start-ups

Leithner sieht zudem Potenzial bei Investoren, um Start-ups leichter zu Geld zu verhelfen. So müsse Kapital von institutionellen Anlegern wie Pensionskassen und Vermögensverwaltern aktiviert werden, indem Beschränkungen für Investitionen gelockert werden. Die WIN-Initiative von Politik und Konzernen für mehr Wagniskapital müsse vorangetrieben und der geplante Mittelstandsfonds in Höhe von zehn Milliarden Euro kommen.


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