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Grippewelle macht sich breit

In der dritten Januarwoche wurden rund 2.200 bestätigte Krankheitsfälle gemeldet. Die realen Fallzahlen liegen aber wahrscheinlich weitaus höher.

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Berlin (dpa). Durch Deutschland rollt die Grippewelle. In der dritten Januarwoche wurden rund 2.200 bestätigte Krankheitsfälle an das Robert-Koch-Institut gemeldet, teilte die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) mit. Das war mit Abstand der höchste Wert dieser Saison, die offiziell im Oktober begann und Anfang Dezember langsam an Fahrt aufnahm. Nach der Definition der AGI hat die Grippewelle Mitte Januar begonnen. Es dominieren zur Zeit Viren des Typs A.

Anzahl der Erkrankungen liegt vermutlich weitaus höher

Die Auswertung umfasst aber nur einen kleinen Ausschnitt des Krankheitsgeschehens. Denn lediglich ausgewählte Praxen schicken Proben ein und nicht jeder Grippekranke geht zum Arzt. Die realen Fallzahlen liegen deshalb wahrscheinlich weitaus höher als die bisher gemeldeten 6.334 bestätigten Grippefälle in dieser Saison.

Die Statistik gilt dennoch als guter Gradmesser für die Grippe-Entwicklung. Bisher gab es in Deutschland 20 gemeldete Todesfälle im Zusammenhang mit Influenza.

Die Zahlen der vergangenen Grippesaison

In der vergangenen schweren Grippesaison waren rund neun Millionen Menschen wegen einer Influenza-Erkrankung zum Arzt gegangen. Vermutlich starben mehr als 20.000 Menschen durch Grippe, vor allem Ältere mit Vorerkrankungen. Für diese Saison standen in Deutschland rund 15,7 Millionen Impfdosen bereit. Es wurde noch weiterer Impfstoff aus anderen EU-Ländern zugekauft, weil das nicht ausreichte.

Weitere Informationen

influenza.rki.de
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