Ihre-Vorsorge Logo

Hilfe für Kinder aus Sucht-Familien gefordert

Kinder, deren Eltern ein Suchtproblem haben, benötigen umfangreichere Unterstützung der Politik. Das betont die Bundesdrogenbeauftragte.

Artikel vorlesen

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Schüler sitzt in einem leeren Klassenzimmer und schaut deprimiert.

© Nicht definiert

Berlin (dpa). Die Bundesdrogenbeauftragte Daniela Ludwig will bessere Hilfen für Kinder aus Familien mit Suchtproblemen erreichen. „Kinder dürfen kein Kollateralschaden der elterlichen Sucht sein, um den man sich oft nur durch Zufall kümmert“, sagte die CSU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. Deshalb solle sichergestellt werden, dass Angebote von Jugendhilfe und Gesundheitssystem künftig nahtlos ineinandergreifen. „Wenn Kinderärzte erkennen, dass ein Kind Unterstützung braucht, dann müssen sie auch in der Lage sein, die notwendige Hilfe etwa durch die Jugendämter anzuschieben.“ Dies klappe nur, wenn der Kinderarzt seinen Einsatz auch vergütet bekomme.

Politik will schnell handeln

Ludwig bezog sich auf entsprechende Empfehlungen einer Arbeitsgruppe zur Lage von Kindern psychisch und suchtkranker Eltern. Ihr gehörten unter anderem Vertreter der Kinder- und Jugendhilfe, des Gesundheitswesens, von Ländern und Kommunen sowie Forscher an. Die Drogenbeauftragte betonte, Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und sie seien sich einig, dass die an die Gesundheitspolitik im Bund gerichteten Empfehlungen vollständig umgesetzt werden sollten. Sie müssten dann auch so schnell wie möglich in der Praxis ankommen.

Laut Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung wachsen mehr als drei Millionen Kinder in Familien mit Suchtbelastungen auf – rund 2,65 Millionen davon haben ein Elternteil mit Alkoholproblemen.

Weitere Informationen

www.drogenbeauftragte.de
Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung 2019 (PDF)

www.ag-kpke.de
Abschlussbericht der Experten-Arbeitsgruppe (PDF)

Weitere Artikel

Time
2 Minuten

Die Rentenversicherung übernimmt die Kosten einer bewilligten Kinderreha. Eltern können unter bestimmten Voraussetzungen mitkommen.

Time
3 Minuten

Um zu mehr Transplantationen zu kommen, wird schon lange über eine Änderung der Organspende-Regeln diskutiert. Im Parlament wird es nun konkret.

Time
2 Minuten

Ein Forscher-Team hat Studien mit weltweit über 80.000 Menschen ausgewertet, die Familienmitglieder pflegen. Eine Erkenntnis: Unterstützung wird zwar gebraucht – aber oft nicht in Anspruch genommen.

Time
4 Minuten

Die schwarz-rote Koalition will das Gesundheitssystem reformieren - erst mit Ausgabenbremsen für stabile Beiträge 2027, dann mit weiteren Schritten. Was bedeutet da eine Wortmeldung des Kanzlers?

Time
5 Minuten

Wenn der Partner oder die Kollegin zusammenbricht, kommt es auf jede Sekunde an. Doch viele sind in Sachen Wiederbelebung unsicher. Welche Folgen das hat – und welche Hoffnung auf der Jugend ruht.

Time
3 Minuten

Luft anhalten, Kopfstand turnen, sich erschrecken lassen: Es gibt einiges, das Schluckauf in die Flucht schlagen soll. Experten erklären, wie das Hicksen entsteht, und was alle Tipps gemeinsam haben.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026