Bochum (bd/kbs). Die Versicherten der Knappschaft müssen auch 2023 nicht mit höheren Beiträgen in der Kranken- und Pflegeversicherung rechnen. Die Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS) hat am Freitag beschlossen, den Zusatzbeitrag nicht zu erhöhen. Damit bleibt der Zusatzbeitrag im dritten Jahr in Folge unverändert bei 1,6 Prozent.
Der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) setzt sich zusammen aus einem gesetzlich für alle Kassen festgelegten allgemeinen Beitragssatz von derzeit 14,6 Prozent und einem Zusatzbeitrag, den Kassen selbst bestimmen können.
Knappschaft fordert niedrigere Mehrwertsteuer auf Arzneimittel
Die Knappschaft sieht die Belastungsgrenze von Versicherten und Arbeitgebenden erreicht und fordert strukturelle Maßnahmen für eine verlässliche Finanzierung der GKV. Denkbar seien ein dauerhaft dynamisierter Bundeszuschuss, eine Absenkung der Mehrwertsteuer auf Arzneimittel von 19 auf 7 Prozent und eine auskömmliche Finanzierung der Gesundheitsversorgung von Arbeitslosengeld-II-Beziehenden. „Trotz fehlender Strukturmaßnahmen gelingt es der Knappschaft durch eine solide Finanzpolitik, ihren Zusatzbeitrag auch weiterhin stabil zu halten", erklärte Robert Prill, Vorsitzender der Vertreterversammlung der KBS.
