Berlin (dpa). Anlässlich des Welthospiztages letzten Samstag fordert die Deutsche Stiftung Patientenschutz einen Anspruch auf professionelle Begleitung für sterbenskranke Menschen in Kliniken und Pflegeheimen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) müsse dies endlich gesetzlich festschreiben, sagte der Vorstand der Stiftung, Eugen Brysch, der Deutschen Presse-Agentur. Der allergrößte Teil der Menschen sterbe im Krankenhaus oder Pflegeheim. „Nur 30.000 Schwerstkranke haben die Chance, in einem der 236 stationären Hospize zu sterben.“
Würdevolle Begleitung in Pflegeheimen und Kliniken nicht möglich
In Kliniken oder Pflegeheimen kümmerten sich gerade zur Nachtzeit nur wenige Pfleger um viele Bewohner und Patienten. „Da ist eine würdevolle Begleitung nicht möglich“, sagte Brysch. Er kritisierte, dass es kein wirksames Konzept gebe, jedem Sterbenden die Fürsorge zu garantieren, die er benötige. „Gesundheitsminister Jens Spahn muss die palliative und hospizliche Versorgung für jährlich eine halbe Millionen sterbende Menschen endlich verbindlich sichern.“
