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Sächsische Impfkommission verteidigt Impfempfehlung für Kinder ab 12

Die Impfkomission in Sachsen steht zu ihrer Empfehlung einer allgemeinen Corona-Impfung für Kinder. Die Stiko hält sich noch zurück.

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Spritze zieht Impfstoff auf. Bild: IMAGO / Science Photo Library

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Leipzig (dpa). Der Vorsitzende der Sächsischen Impfkommission (Siko), Thomas Grünewald, hat die Empfehlung für eine Corona-Schutzimpfung für alle Kinder ab zwölf Jahren verteidigt. „Der individuelle Nutzen für ein Kind ist deutlich größer als der Schaden oder die Probleme, die eine Impfung anrichten kann“, sagte der Experte der Leipziger Volkszeitung (LVZ) am Dienstag. Grundlage seien neue Daten aus Ländern wie den USA oder Israel, wo seit Langem auch ab 12 Jahren geimpft wird.

„Wir können die Impfung nun guten Gewissens empfehlen“, so Grünewald. Auch die Ständige Impfkommission (Stiko) prüfe die Daten gründlich und werde noch Ergebnisse aus Deutschland und Europa hinzuziehen. „Doch in Sachsen sind wir vielleicht etwas elastischer als auf Bundesebene.“

Die Impfung sollte aber nur erfolgen, „wenn alle – sowohl Impfling als auch Sorgeberechtigte und natürlich der Impfende – zustimmen“, betonte Grünewald. Mit der neuen Empfehlung werde auch keine Impfpflicht eingeführt. Sachsen, das mit der Siko als einziges Bundesland über eine eigene Impfkommission verfügt, empfiehlt seit dieser Woche eine Corona-Schutzimpfung auch für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahre.

Stiko empfiehlt Impfung von Kindern bisher nur bei erhöhtem Risiko

In Deutschland hingegen empfiehlt die unabhängige Ständige Impfkommission (Stiko) Impfungen von Kindern bisher aber nicht allgemein, sondern nur bei höherem Risiko für schwerere Corona-Verläufe etwa wegen Erkrankungen wie Diabetes. Die Gesundheitsminister von Bund und Länder hatten am Montagabend einstimmig beschlossen in allen Ländern Impfungen für 12- bis 17-Jährige auch in regionalen Impfzentren anzubieten. Die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und von Moderna sind für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren zugelassen.

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