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Schilddrüsenerkrankungen werden oft übersehen

Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko einer Schilddrüsenfehlfunktion. Das Problem: Die Symptome sind selten eindeutig.

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Frau bekommt eine Ultraschalluntersuchung am Hals. Bild: IMAGO / Panthermedia / WavebreakermediaMicro

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Essen (dpa/tmn). Müdigkeit oder Nervosität, Antriebslosigkeit oder Herzrhythmusstörungen: An die Schilddrüse denkt bei solchen Symptomen im ersten Moment kaum jemand. Doch all diese Beschwerden können auch mit einer Fehlfunktion des kleinen Organs zusammenhängen.

Weil die Bandbreite möglicher Symptome so hoch ist, werden Schilddrüsenerkrankungen zunächst oft nicht in Betracht gezogen und übersehen, wie der Berufsverband Deutscher Nuklearmediziner erklärt. Das eine „typische“ Leitsymptom dafür gebe es „leider nicht“.

Viele mögliche Beschwerden

Eine Schilddrüsenunterfunktion – wenn das Organ zu wenig Hormone produziert – kann sich laut dem Verband zum Beispiel durch Müdigkeit, Gewichtszunahme, Depressionen oder Antriebslosigkeit sowie durch eine nachlassende geistige Leistungsfähigkeit äußern. Umgekehrt sind etwa unerklärlicher Gewichtsverlust, Nervosität, Schlafstörungen und Herzrhythmusstörungen mögliche Hinweise auf eine Überfunktion.

Schluckbeschwerden, anhaltende Heiserkeit oder Verdickungen am Hals können ebenfalls mit der Schilddrüse zusammenhängen.

Mehr Erkrankungen mit zunehmendem Alter

Der Rat lautet: Im Zweifel lieber zeitnah ärztlich abklären lassen, ob das kleine Organ bei solchen Symptomen als Verursacher in Betracht kommt. Schilddrüsenerkrankungen nehmen nach Angaben des Verbandes mit steigendem Alter zu, Frauen seien häufiger betroffen als Männer.

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