Berlin/Frankfurt (sth). Ab etwa 2025 wird von Wissenschaftlern und Fachleuten der Rentenversicherung ein starker Anstieg der Neurentner-Zahlen erwartet. Der Grund: Die geburtenstarken Jahrgänge der späten 1950er- und der 1960er-Jahre gehen in den kommenden Jahren schrittweise in Rente. Doch schon jetzt machen sich die Vorboten dieser Entwicklung in der Statistik der Deutschen Rentenversicherung (DRV) bemerkbar. Nach neuen DRV-Daten, die ihre-vorsorge.de vorliegen, ist die Zahl der Menschen, die im vergangenen Jahr ihre erste Altersrente gezahlt bekamen, auf rund 875.000 gestiegen. Das waren etwa 17.000 mehr als 2021 und rund 116.000 mehr als 2017 - ein Plus von rund 15 Prozent in den vergangenen fünf Jahren.
Auch die Höhe der erstmals im Vorjahr gezahlten Netto-Altersrenten ist den DRV-Angaben zufolge weiter gestiegen: Sie kletterte gegenüber 2021 um durchschnittlich 36 Euro auf 1.058 Euro - ein Anstieg um 3,5 Prozent. Allerdings unterscheiden sich die gezahlten Rentenbeträge je nach Art der Altersrente erheblich: Während Menschen mit weniger als 35 Versicherungsjahren ("Regelaltersrente") monatlich im Schnitt 694 Euro überwiesen bekamen, erhielten Beschäftigte nach mindestens 45 Beitragsjahren ("besonders langjährig Versicherte") mit der ersten Rentenzahlung durchschnittlich 1.487 Euro.
