Brüssel (dsv/sth). Etwa 700.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus den 26 anderen Staaten der Europäischen Union (EU) waren 2021 von ihren Arbeitgebern für eine begrenzte Zeit nach Deutschland entsandt. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten statistischen Bericht der EU-Kommission für das vorvergangene Jahr hervor. Demnach entfiel knapp ein Fünftel aller 3,6 Millionen EU-weiten Entsendungen auf Beschäftigte, die bis zu zwei Jahre lang in Deutschland arbeiten, ohne die Sozialversicherung ihres Heimatlandes verlassen zu müssen.
Etwa 125.000 Beschäftigte, Selbstständige und Beamte wurden dem Bericht zufolge allein aus Polen mithilfe des sogenannten portablen Dokuments (PD) A1 nach Deutschland entsandt. Die Bundesrepublik sei auch „das Land, das die meisten PD A1 ausstellt“, heißt es in einer Mitteilung des Europabüros der Deutschen Sozialversicherung (DSV). Die Zielländer von Entsendungen deutscher Unternehmen seien „hauptsächlich Österreich und Frankreich, die Schweiz und die Niederlande und damit direkt angrenzende Mitgliedstaaten“.
