Berlin (dpa/sth). Die neue Bundesarbeits- und Sozialministerin Bärbel Bas hat ihren Vorstoß für eine Reform der Rentenversicherung unter Einbeziehung von Beamten und Abgeordneten verteidigt. Die Frage, wie die Finanzierung der Rente perspektivisch organisiert werde, treibe viele Menschen um. Das hätten die Reaktionen auf ihre Überlegungen gezeigt, sagte die SPD-Politikerin am Donnerstag im Bundestag. “Denn es geht hier nicht nur um die finanzielle Tragfähigkeit der gesetzlichen Rente. Sondern auch um die gesellschaftliche Tragfähigkeit – um Akzeptanz, um ein gerechtes System”, fügte Bas hinzu.
Die designierte SPD-Co-Chefin hatte vorgeschlagen, Beamte in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen, und ihren Vorstoß damit begründet, die Einnahmen zu verbessern. Die Union sieht das kritisch.
Bas verwies auf den Koalitionsvertrag von Union und SPD, der die Einsetzung einer Rentenkommission für Reformvorschläge vorsieht. Auch SPD-Chef Lars Klingbeil hatte am Mittwoch bereits auf diese Kommission verwiesen und es als wichtigen Schritt bezeichnet, wenn Politiker in die Rentenversicherung einbezogen würden.
