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Bundesbank erwartet ausgeglichene Rentenbilanz

Neuer Monatsbericht bestätigt Berechnungen der Rentenversicherung. Rücklage am Jahresende liegt wohl um 32 Milliarden Euro über dem Mindestwert.

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Frankfurt (sth). Die Bundesbank erwartet zum Jahresende eine ausgeglichene Haushaltsbilanz der gesetzlichen Rentenversicherung. Grund für die günstige Entwicklung sind nach Angaben des am Montag veröffentlichten Monatsberichts der Frankfurter Währungshüter deutlich gestiegene Einnahmen der 16 Rentenkassen, während die Ausgaben aufgrund der sehr geringen Rentenanpassung zur Mitte dieses Jahres vergleichsweise gering gewachsen seien.

"Kumuliert über die ersten drei Quartale verzeichnete die Rentenversicherung ein Defizit von viereinhalb Milliarden Euro", heißt es in dem Bericht. Da in den letzten drei Monaten des Jahres jedoch "saisonüblich mit höheren Beitragseingängen" in den Rentenkassen zu rechnen sei, könne sich für das Gesamtjahr ein "weitgehend ausgeglichener Saldo" ergeben. Im November bekommen viele Beschäftigte das Weihnachtsgeld ausgezahlt. Die Rücklage der Rentenversicherung werde am Jahresende voraussichtlich noch um 32 Milliarden Euro "über dem Mindestwert von 0,2 Monatsausgaben" liegen, schreibt die Bundesbank. Derzeit müsste die Mindestrücklage etwa 4,8 Milliarden Euro aufweisen.

Auch die Rentenversicherung hatte vor Kurzem für das laufende Jahr Einnahmen und Ausgaben in ähnlicher Höhe pognostiziert. Nach Angaben von Anja Piel, einer der beiden ehrenamtlichen Bundesvorstandsvorsitzenden der Deutschen Rentenversicherung, erwarten die Rentenkassen Gesamteinnahmen von 341,1 Milliarden Euro. Ihnen stünden voraussichtlich Ausgaben von 341,6 Milliarden Euro gegenüber, so Piel. Ende Oktober lagen nach Angaben des Bundesamts für Soziale Sicherung immer noch knapp 33 Milliarden Euro auf den Konten der Rentenversicherung, das entsprach 1,37 Monatsausgaben. Die gesetzlich festgelegte Obergrenze für die sogenannte Nachhaltigkeitsrücklage liegt bei 1,5 Monatsausgaben.


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