Berlin/Frankfurt am Main (sth). Die Anhebung der Altersgrenzen seit den 1990er-Jahren hat sich spürbar auf das durchschnittliche Renteneintrittsalter ausgewirkt. Wie aus statistischen Analysen der Deutschen Rentenversicherung (DRV) hervorgeht, traten im Jahr 2022 fast die Hälfte (49,7 Prozent) der rund 875.000 Neurentnerinnen und -rentner im Alter von 63 oder 64 Jahren in den Ruhestand. 43,1 Prozent gingen demnach mit 65 in Rente, 4,5 Prozent erst mit 66 Jahren oder später. Das durchschnittliche Rentenzugangsalter im vorvergangenen Jahr lag den DRV-Daten zufolge bei 64,4 Jahren - 0,3 Jahre später als 2021 und 2,1 Jahre später als im Jahr 2000.
Auffällig ist laut der Statistikanalyse, dass der Anteil der Neurentnerinnen und -rentner mit Rentenbeginn im Alter von 65 Jahren im vergangenen Jahrzehnt deutlich zurückgegangen ist. Lag er 2013 noch bei 55,3 Prozent, waren es neun Jahre später rund zwölf Prozentpunkte weniger (43,1). Im gleichen Zeitraum wuchs jedoch die Quote der Beschäftigten, die mit 63 oder 64 Jahren in den Ruhestand gingen, um fast 19 Prozentpunkte auf 49,7 Prozent (2013: 30,8 Prozent). Das bestätigt weitere DRV-Daten, denen zufolge der Anteil der Arbeitnehmer, die nach mindestens 35 Versicherungsjahren über die Altersrente für langjährig Versicherte in Rente gingen, zwischen 2013 und 2022 von 17,6 Prozent auf 21,6 Prozent gestiegen ist.
Deutlich mehr Beschäftigte traten allerdings weiterhin über die Altersrente für besonders langjährig Versicherte (30,0 Prozent) und die Regelaltersrente (41,8 Prozent) in den Ruhestand.
