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Drei Viertel der Beschäftigten waren 2020 durchgehend im Job

Knapp 10,7 Millionen Frauen und fast 13,4 Millionen Männer hatten im ersten Pandemie-Jahr ganzjährig einen Beruf. Das hilft auch ihrer Rente.

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Businessfrau mit Mappe und Businessmann geben sich die Hände. Bild: IMAGO / Shotshop / Monkey Business 2

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Berlin/Bad Homburg (sth). 24 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland waren 2020 an mindestens 360 Tagen des Jahres versicherungspflichtig beschäftigt. Das entspricht einem Anteil von mehr als 75 Prozent der insgesamt 31,7 Millionen Beschäftigten, die im ersten Jahr der Corona-Pandemie von der Deutschen Rentenversicherung (DRV) registriert wurden. Diese Quote gilt demnach in ähnlicher Höhe für Männer und Frauen – mit einem leichten Überhang bei den Männern. Unter den Beschäftigten, die während des gesamten Jahres in einem Anstellungsverhältnis standen, waren den DRV-Angaben zufolge knapp 10,7 Millionen Frauen und fast 13,4 Millionen Männer.

Beschäftigungsverhältnisse mit einer Dauer von weniger als 360 Tagen spielten laut den Erhebungen der DRV-Statistiker kaum eine Rolle und verteilten sich nahezu gleichmäßig auf Jobs mit einer Dauer von einem bis zu elf Monaten. Die große Beschäftigungsstabilität im Krisenjahr 2020 ist vor allem auf das seinerzeit vielfach gezahlte Kurzarbeitergeld zurückzuführen. Es sicherte auch die Rentenansprüche von Millionen Angestellten während der Wirtschaftskrise.

45- bis 60-Jährige kamen zu 85 Prozent auf mehr als 360 Arbeitstage

Nach Altersgruppen sortiert, standen vor allem 45- bis unter 60-Jährige Beschäftigte während des gesamten Jahres in einem Beschäftigungsverhältnis. Sie kamen im Schnitt zu etwa 85 Prozent auf mehr als 360 Arbeitstage. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Alter von 35 bis 45 Jahren waren zu etwas mehr bzw. weniger als 80 Prozent durchgängig beschäftigt, 30- bis 34-Jährige zu 72,5 Prozent. Selbst Beschäftigte im Alter von 25 bis 30 Jahren hatten zu etwa zwei Drittel während des ganzen Jahres einen Arbeitsvertrag.

Angesichts dieser Zahlen verwundert es nicht, dass die DGB-Sozialpolitikexpertin Anja Piel – zugleich Co-Bundesvorstandsvorsitzende der DRV – die Kurzarbeit im Herbst vergangenen Jahre rückblickend als "das zentrale Instrument zur Bewältigung der Folgen der Pandemie auf dem Arbeitsmarkt" heraushob. Mit dem Kurzarbeitergeld sei es gelungen, Millionen von Menschen in ihren Beschäftigungsverhältnissen zu halten, so Piel. Und auch für die Kassen der Rentenversicherung seien die finanziellen Folgen von Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit abgeschwächt worden. Der Grund: In der Sozialversicherung werden "nicht nur direkte Einkommensrisiken abgesichert, sondern auch die indirekten Folgen eines Einkommensausfalls" für die Absicherung in den anderen Sozialversicherungszweigen, erklärte Piel.

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