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DRV BaWü: „Auch in der Pandemie ein verlässlicher Partner“

Alternierender Vorstandsvorsitzender Kunzmann: Regionaler Rentenversicherer hat sich schnell auf die neue Situation eingestellt.

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Andreas Schwarz, Geschäftsführung DRV Baden-Württemberg. – Bild: wdv © Jan Lauer

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Stuttgart (drv/sth). „Die Rentenversicherung hat bewiesen, dass sie auch in der Pandemie ein verlässlicher Partner für ihre Kundinnen und Kunden ist.“ Das erklärte der alternierende Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Baden-Württemberg, Martin Kunzmann, am Freitag vergangener Woche vor der Vertreterversammlung des regionalen Rentenversicherers für das Ländle. Vor dem „Parlament“ des Rentenversicherungsträgers, das zu je 15 Mitgliedern aus Vertreterinnen und Vertretern der Versicherten und der Arbeitgeber besteht und im Stuttgarter DGB-Haus erstmals wieder in einer Präsenzveranstaltung tagte, unterstrich Kunzmann, dass die DRV Baden- Württemberg sich schnell auf die neue Situation eingestellt habe – auch mit der raschen teilweisen Umstellung des Betriebs auf Homeoffice.

So hätten die Versicherten sowie Rentnerinnen und Rentner ihre Leistungen und Zahlungen zeitnah erhalten, sagte Kunzmann. Mit der Nachhaltigkeitsreserve, die Ende 2020 etwa 37,1 Milliarden Euro umfasste, könne das Rentensystem „Krisen überwinden“. Diese Summe entspricht rund 1,57 Monatsausgaben. Zum Jahresende sinke die Sicherheitsreserve auf 1,41 Monatsausgaben, berichtete der Vorstandsvorsitzende. Der Beitragssatz bleibe im Jahr 2022 stabil. Und auch die sogenannte doppelte Haltelinie werde eingehalten: das Rentenniveau von mindestens 48 Prozent und der Rentenbeitragssatz von höchstens 20 Prozent bis 2025.

Kontakt zwischen Politik und Rentenversicherung

Kunzmann berichtete von laufenden Kontakten mit Landtagsabgeordneten, die die DRV nach der Wahl eingeladen hatte. Persönliche Gespräche in den Regionalzentren der DRV Baden-Württemberg hätten den „wichtigen Kontakt zwischen Politik und Rentenversicherung“ hergestellt. Nicht nur die Bundestagswahl im Herbst sei wegweisend für die Rentenpolitik, bei den 2023 nächsten Sozialwahlen würden auch die „Vertreter der Versicherten direkt gewählt“. Das sei ein „Ausdruck der Stärke und Wichtigkeit der Selbstverwaltung bei der Rentenversicherung“, sagte der Vorstandsvorsitzende. Den neuen Sozialwahlbeauftragten der Bundesregierung, den bisherigen Bundestagsabgeordneten Peter Weiß (CDU) aus Emmendingen, kündigte Kunzmann als Gast bei einer der kommenden Vertreterversammlungen an.

Eine sehr gute Produktivität in der Zeit der Pandemie bescheinigte der Vorsitzende der Geschäftsführung der DRV Baden-Württemberg, Andreas Schwarz, seiner Belegschaft. So hätten die Rentenanträge, deren Zahl von 106.000 im Jahr 2019 um 3,4 Prozent auf 110.000 gestiegen sei, „allesamt erledigt“ werden können, sagte Schwarz. Mit 2.000 weiteren Erledigungen sei es darüber hinaus möglich gewesen, Rückstände abzubauen.

Deutliche Spuren hätte dagegen die zeitweise Schließung der regionalen Beratungsstellen hinterlassen, erklärte der Chef des südwestdeutschen Rentenversicherungsträgers. So sei die Zahl der Beratungen um 28,6 Prozent zurückgegangen. Telefon und Videoberatung hätten in dieser Zeit bei den wesentlichen Beratungsanliegen aber gute Hilfe geleistet. Die persönliche Beratung in den Regionalzentren vor Ort stehe dennoch „weiterhin hoch im Kurs“, so Schwarz. Dies belege die große Nachfrage nach einem Präsenztermin mit Beginn der Lockerungen und bestätige das dezentrale Dienststellenkonzept der DRV Baden-Württemberg: „In der Region – für die Region“ da zu sein, bleibe weiterhin wichtig und richtig.

Gutes Personal für guten Service

Nur fachlich besonders qualifiziertes Personal könne den hohen Ansprüchen der DRV Baden-Württemberg in Bezug auf Service und Dienstleistungen genügen, betonte Schwarz. Dies zu sichern, sei in Zeiten des demografischen Wandels eine große Herausforderung. Attraktive Arbeitsplätze biete die Rentenversicherung dabei durch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie durch ein großzügiges Angebot für das Arbeiten zuhause. Mobiles Arbeiten und Homeoffice sei eine „Win-Win-Situation“, erklärte Schwarz. Entfallende Anfahrtszeiten könnten so „in Arbeitszeit umgewandelt“ werden.

Ein wichtiges Markenzeichen der DRV Baden-Württemberg sei die Auskunft und Beratung, sagte der Rentenversicherungs-Chef vor den Delegierten von Versicherten und Arbeitgebern. Die vorbildlichen Angebote der Altersvorsorgeberatung, die Ansprechstellen für Reha und Teilhabe sowie der Firmenservice erforderten allerdings qualifiziertes Personal. Dies sei „mit ein Grund dafür, dass die DRV Baden-Württemberg schon immer besonderen Wert auf die Ausbildung gelegt“ habe.

333 Nachwuchskräfte zähle das Haus derzeit, so Schwarz. Ziel sei es, die Zahl der Studienanfänger im Studiengang „Rentenversicherung“ noch weiter zu erhöhen. Zudem habe die DRV, insbesondere um die „Herkulesaufgabe Grundrente“ zu stemmen, auch knapp 100 Quereinsteigende zusätzlich eingestellt, betonte er.

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