Amberg (drv/sth). Mit einem Überschuss von 100 Millionen Euro hat die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Bayern Süd das Geschäftsjahr 2021 abgeschlossen. Das wurde jetzt bei der Vertreterversammlung des Regional-Rentenversicherungsträger für Ober- und Niederbayern in Amberg bekannt. Demnach standen der DRV Bayern Süd im Vorjahr rund 16,3 Milliarden Euro zur Verfügung, die Ausgaben betrugen jedoch nur 16,2 Milliarden Euro. Größter Ausgabeposten waren nach Angaben des Rentenversicherers Rentenzahlungen einschließlich der Aufwendungen für die Krankenversicherung der Rentner in Höhe von rund 14,4 Milliarden Euro.
Hermann Brandl, Vorsitzender der Vertreterversammlung und Geschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. (vbw), Bezirksgruppe Oberpfalz, kommentierte die Zahlen mit den Worten: "Trotz der Corona-Pandemie hat sich die finanzielle Situation der Rentenversicherung im vergangenen Jahr positiv entwickelt. Die Auswirkungen der Pandemie wie Lieferkettenprobleme haben die Wirtschaft zwar belastet, trotzdem zeigt der Trend bei der Beschäftigungs- und Lohnentwicklung nach oben. Die Rentenzahlungen sind somit auch in Zukunft sicher.“ Brandl verwies zugleich auf die Herausforderungen für das Rentensystem: „Die demografische Entwicklung wird sich auf die Lohnnebenkosten auswirken. Als Arbeitgeberverband plädieren wir dafür, die Beitragsbelastung dauerhaft in Grenzen zu halten. Welche Maßnahmen hierfür angemessen sind, muss die Politik entscheiden.“
"Rentnerinnen und Rentner können sich über ein kräftiges Plus freuen"
Günter Zellner, alternierender Vorsitzender der Vertreterversammlung und Geschäftsführer des DGB Bayern für die Region Oberbayern, betonte: „Die Rentnerinnen und Rentner können sich seit 1. Juli über ein kräftiges Plus freuen. Diese Rentenanpassung ist die höchste seit fast vier Jahrzehnten. Das ist gerade angesichts der hohen Preissteigerungen ein sehr gutes Signal und beweist einmal mehr die Verlässlichkeit der gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland.“
Die Leistungsfähigkeit der Rentenversicherung unterstrich ein Vortrag zum Thema Versichertenberater. Die DRV Bayern betreibt zum einen sechs Auskunfts- und Beratungsstellen in den Regierungsbezirken Oberbayern, Niederbayern und Oberpfalz. Darüber hinaus arbeitet sie mit derzeit 89 ehrenamtlichen Versichertenberatern in den Regionen zusammen. Die „Helfer in der Nachbarschaft“ stehen Versicherten bei allen Fragen rund um Rente, Reha, Prävention und Altersvorsorge mit Rat und Tat zur Seite. Günter Zellner lobte das Engagement der Versichertenberater: „Unser lokal ausgerichteter Beratungsservice bedeutet für die Kunden kurze Wege. Der Service der Versichertenberater ist gerade in Zeiten mit hohem Beratungsbedarf und einem perspektivischen Anstieg der Rentenanträge eine spürbare Unterstützung für die Menschen.“
