Frankfurt/Oder (drv/sth). Die aktuelle Finanzsituation war in der vergangenen Woche ein zentrales Thema der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Berlin-Brandenburg. Eigenen Angaben zufolge nahm der Regional-Rentenversicherer für den Großraum Berlin von Januar bis einschließlich April 2025 insgesamt 1,6 Prozent - oder 13,5 Millionen Euro - mehr Beiträge ein als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Im Jahr 2024 lagen die Einnahmen aus Pflichtbeiträgen wegen Erwerbstätigkeit aller DRV-Träger (außer DRV Knappschaft-Bahn-See) noch um 5,4 Prozent höher als im Vorjahr.
Die Nachhaltigkeitsrücklage, die finanzielle Reserve der Rentenversicherung, sei weiter gut gefüllt, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Rentenversicherers, Dirk Kuske, vor den gewählten Vertretern von Arbeitgebern und Versicherten. Dabei werde es wegen der demografischen Entwicklung jedoch nicht bleiben. „Es ist schon jetzt absehbar, dass wir aufgrund der steigenden Zahl der Rentenzugänge in den kommenden Jahren unsere Nachhaltigkeitsrücklage wesentlich stärker als bisher in Anspruch nehmen werden, wenn der Gesetzgeber nichts ändert“, so Kuske. Die Ergebnisse der von der Bundesregierung geplanten Rentenkommission sowie die im Koalitionsvertrag vorgesehene Evaluation der Einnahmenentwicklung im Jahr 2029 müsse man abwarten.
Hauseigene Rehakliniken überzeugen
Traditionell wurde auch bei dieser Sommer-Sitzung der Vertreterversammlung wieder der Geschäftsbericht der DRV Berlin-Brandenburg für das Vorjahr veröffentlicht. Darin werden neben Zahlen, Daten und Fakten zum Geschäftsjahr die beiden Rehakliniken des Rentenversicherers, Hohenelse bei Rheinsberg und Lautergrund bei Bad Staffelstein (Bayern), in den Fokus gestellt. Beide überzeugen dem Bericht zufolge “bei der Indikation Orthopädie mit großer medizinischer und therapeutischer Erfahrung sowie moderner Expertise”.
Die Rehaklinik Hohenelse sei zudem als einzige Rehaklinik im Osten der Bundesrepublik als Diabetes Exzellenzzentrum der DDG zertifiziert, heißt es. Die Texte im Geschäftsbericht beleuchten zudem aus verschiedenen Blickwinkeln interessant und unterhaltsam den Alltag der Rehabilitandinnen und Rehabilitanden in den Kliniken. Gastredner Peter Weiß, Bundeswahlbeauftragter für die Sozialversicherungswahlen 2023, ergänzte die Reden der DRV-Fachleute durch ein Statement, in dem er die Bedeutung der Sozialwahlen betonte und deren Verankerung im Grundgesetz forderte.
