Mainz (dpa/lrs/sth). Über fünf Prozent mehr Menschen als im Jahr zuvor haben 2021 bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Rheinland-Pfalz einen Rentenantrag gestellt. Nach Angaben des pfälzischen Rentenversicherers kletterte die Zahl der Rentenneuanträge im Vorjahr um 5,2 Prozent auf 49.540. Demnach lag der Anstieg bei den Anträgen auf Altersrenten bei 5,6 Prozent, bei den Erwerbsminderungsrenten bei 4,9 Prozent. Die stärkste Zunahme verzeichnete der Regional-Rentenversicherer für die Region zwischen Pfälzer Wald und Eifel bei den Anträgen auf Altersrenten für langjährig Versicherte – ein Plus von 13,2 Prozent. Diese Rente kann man mit mindestens 63 Jahren und 35 Versicherungsjahren erhalten, darunter bis zu acht Jahren der Schul- und Hochschulausbildung.
Laut DRV ist im vergangenen Jahr nur noch etwa jede fünfte Rente in Rheinland-Pfalz (21,6 Prozent) mit Abschlägen ausgezahlt worden, weil sie vor der Regelaltersgrenze bezogen wurde. Zehn Jahre zuvor enthielt noch fast jede zweite Rente (47,8 Prozent) Abschläge. Nach Einschätzung der Rentenversicherung deutet dies darauf hin, dass sich die Menschen auf veränderte Altersgrenzen einstellten und Abschläge vermeiden möchten.
51 Prozent der Versicherten waren im vergangenen Jahr bis unmittelbar vor Beginn der Altersrente sozialversicherungspflichtig beschäftigt (plus 13 Prozent gegenüber 2011). Gründe für diesen Anstieg sieht die Rentenversicherung in der guten Arbeitsmarktlage auch für ältere Beschäftigte, in steigenden Altersgrenzen und Rentenabschlägen bei vorzeitigem Rentenbeginn, aber auch in Prävention und arbeitsplatzorientierter Rehabilitation.
