Saarbrücken (drv/sth). Die Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Saarland hat den Haushalt für das Jahr 2021 beschlossen. Er beläuft sich – dem Corona-bedingt schriftlich gefassten Beschluss zufolge – auf rund 2,1 Milliarden Euro. Der Etat fällt damit um 3,48 Prozent höher aus als im laufenden Haushaltsjahr. Die ursprünglich für den 14. Dezember angesetzte Präsenzveranstaltung der Vertreterversammlung war wegen der Pandemie abgesagt worden. Die DRV Saarland ist für rund 161.400 Rentner zuständig.
Laut Geschäftsführerin Stephanie Becker-Kretschmer stellen die Rentenzahlungen den größten Ausgabenposten der DRV Saarland mit 81,65 Prozent bzw. 1,7 Milliarden Euro dar. Weitere größere Posten sind die Beitragszahlungen der Rentenversicherung zur Krankenversicherung der Rentner (rund 129 Millionen Euro) sowie Leistungen zur Teilhabe mit rund 51,7 Millionen Euro. Im Budget bereits enthalten sind die Sozialschutzpakete I und II zur Abschwächung der Corona-Pandemie sowie die Ausgaben für das Grundrentengesetz, das zum 1. Januar 2021 in Kraft tritt.
Wegen Grundrente neues Personal eingestellt
Für die Umsetzung der Grundrente wurde zusätzliches Personal eingestellt, um den hohen Verwaltungsaufwand bewältigen zu können. "Die Deutsche Rentenversicherung Saarland unternimmt damit alles Mögliche, um den engen Zeitplan im Zusammenhang mit der Grundrente einzuhalten", sagte Eugen Roth, alternierender Vorsitzender der Vertreterversammlung. Die Grundrente wird automatisch geprüft und ausgezahlt, das heißt Anträge hierfür sind nicht erforderlich. Wegen technischer Vorbereitungen ist mit den ersten Zahlungen aber frühestens ab Juli 2021 zu rechnen.
Die Ansätze für die Beitragseinnahmen verbleiben bei voraussichtlich gleichbleibendem Beitragssatz von 18,6 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres. Hier schlägt sich die derzeit negativ eingeschätzte Entwicklung der Entgelte und Zahl der Beitragszahler nieder. "Rückblickend auf das Jahr 2020 ist zu sagen, dass sich die Deutsche Rentenversicherung Saarland schnell, flexibel und immer im Sinne ihrer Kunden den Herausforderungen des Corona-Jahres gestellt hat. Die Anliegen der Ratsuchenden konnten auf telefonischem Weg, über die Onlineangebote oder die Mitwirkung unserer ehrenamtlichen Versichertenältesten entgegengenommen und besprochen werden", so Geschäftsführerin Becker-Kretschmer.
