Berlin/Frankfurt am Main (sth). Die Beitragseinnahmen der gesetzlichen Rentenversicherung sind im Juni deutlich gewachsen. Mit mehr als 24,4 Milliarden Euro waren die Zuflüsse aus Beiträgen der Arbeitgeber, Beschäftigten und des Bundes an die Deutsche Rentenversicherung (DRV) nach deren Angaben um mehr als 800 Millionen Euro größer als im Mai. Zudem lagen sie um etwa 1,4 Milliarden Euro oder sechs Prozent höher als im Juni des Vorjahres. Damit hält die positive Finanzentwicklung bei den 16 Rentenversicherern weiter an. Bereits in den ersten fünf Monaten des Jahres waren die Rentenbeiträge im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 5,4 Prozent gewachsen.
Insgesamt flossen im ersten Halbjahr den DRV-Angaben zufolge etwa 140,3 Milliarden Euro auf die Konten der Rentenversicherer - knapp 5,5 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Das macht sich auch bei der Finanzreserve, der sogenannten Nachhaltigkeitsrücklage, bemerkbar. Sie war im Juni mit etwa 43,7 Milliarden Euro um über 850 Millionen Euro höher als noch im Mai. Diese Summe entspricht derzeit 1,64 Monatsausgaben. Sollte dieser Trend sich trotz der aktuellen Wirtschaftsflaute auch in den kommenden Monaten fortsetzen, dürfte der derzeitige Beitragssatz zur Rentenversicherung von 18,6 Prozent bis 2026 stabil bleiben, hatte die DRV-Bundesvorstandsvorsitzende Anja Piel bereits im Juni angekündigt.
