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Firmenservice für Klein- und Mittelbetriebe

Mehr als nur Rente: Was das Rundum-Beratungsangebot des Firmenservice der Deutschen Rentenversicherung kann

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Schreiner hämmert Nagel in Holz. Bild: IMAGO / Panthermedia

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Frank Packschies, Referatsleiter Kundenservice bei der DRV Hessen

Der digitale und demografische Wandel, Fachkräftemangel und ein kompliziertes Beitragsrecht – vor allem Klein- und Mittelbetriebe haben es da nicht leicht. Wie ihnen der Firmenservice der Deutschen Rentenversicherung helfen kann, berichtet Frank Packschies, Referatsleiter Kundenservice bei der DRV Hessen.

Eigentlich berät die DRV doch schon immer Arbeitgeber. Was ist neu am Firmenservice?
Interviewer
Wir erbringen seit vielen Jahren Leistungen an Betrieben und Unternehmen. Dazu gehören unter anderem Betriebssprechtage, Vorträge und Fragen der Arbeitgeber an unseren Prüfdienst zur Zahlung von Beiträgen. Zum Jahr 2015 hat der Vorstand der Deutschen Rentenversicherung Bund entschieden, das Leistungsportfolio zu erweitern und alle Leistungen zu bündeln. Arbeitgeber werden konsequent nach ihren Bedürfnissen beraten – und das aus einer Hand.
Frank Packschies
Welche Leistungen bietet die DRV im Rahmen des Firmenservice genau an?
Interviewer
In erster Linie bieten wir dem Arbeitgeber einen Ansprechpartner für alle Fragen, die er an die gesetzliche Rentenversicherung hat. Die Leistungen hat man in den drei Modulen „gesunder Mitarbeiter“, „Rente und Altersvorsorge“ sowie „Beiträge und Meldungen zur Sozialversicherung zusammengefasst“. Dabei wurde ein neuer Fokus auf den gesunden Mitarbeiter gelegt.
Frank Packschies
Warum dieser neue Fokus?
Interviewer
Angesichts des demografischen Wandels ist der Erhalt von Arbeitskraft ein ganz zentrales Thema. Stichwort Fachkräftemangel – Ziel ist es, die Älteren so lange wie möglich gesund im Unternehmen zu halten. Dies auch mit Blick auf die Verlängerung der Lebensarbeitszeit. Gerade im Bereich gesunder Mitarbeiter sind wir komplett unterwegs. Wir helfen beispielsweise den Unternehmen bei der Einführung eines betrieblichen Eingliederungsmanagements und sind auch da, falls die Mitarbeiter, die längere Zeit krank waren, in dem Zusammenhang beraten werden müssen.
Frank Packschies
Welche Angebote können Sie in Sachen Gesundheit noch machen?
Interviewer
Wir haben mehrere Varianten. Einmal für diejenigen, die noch nicht manifestiert krank sind, aber erste Einschränkungen haben. Hier können Präventionsmaßnahmen die Mitarbeiter gesundheitlich stärken und damit einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes vorbeugen. Wenn jemand schon eine Erkrankung hat, kann medizinische Reha weiterhelfen. Oder es geht um Teilhabe am Arbeitsleben – können wir Betroffene weiterbilden und wie sieht es aus mit der Arbeitsplatzausstattung? Wir unterstützen die Unternehmen da, wo Probleme auftauchen. Dafür stehen wir nicht nur dem Unternehmer, sondern auch Betriebsräten, Werksärzten oder Schwerbehindertenvertretungen zur Seite.
Frank Packschies
Was sind die häufigsten Themen bei der Altersvorsorge- und Rentenberatung?
Interviewer
In diesem Modul ist es vor allem das klassische Portfolio mit Betriebssprechtagen oder in Form von Vorträgen. Es kann auch mal nur um eine konkrete Frage gehen, beispielweise ‚wir haben da jemanden, was darf der dazuverdienen?’ Oder die Firma ist in Vorbereitung eines Sozialplans und möchte wissen, wie der sich auf die Mitarbeiter auswirkt.

Bei den Sprechtagen informieren wir im Bereich zusätzlicher Altersvorsorge über alles, was öffentlich gefördert wird, wie Riester und Rürup. Nicht über Produkte bestimmter Anbieter, sondern über Wege privater und betrieblicher Altersvorsorge oder über Neuerungen wie das Betriebsrentenstärkungsgesetz. Im Idealfall gehen Mitarbeiter aus unserer Beratung heraus und wissen, wo sie sich gezielt Angebote holen können und worauf sie dabei achten müssen.

Natürlich geht es auch um alle rentenrechtlichen Themen, wie die Rentenarten, ob für besonders langjährig Versicherte bis hin zur Teilrente. Und die pauschalen Abzüge durch Steuer, Kranken- und Pflegeversicherung sowie die neue nachgelagerte Besteuerung sind Dauerthemen.
Frank Packschies
Die Beratung rund um Meldung zur SV und Beiträgen – wie sieht die konkret aus?
Interviewer
Die Firmen fragen vor allem telefonisch oder per Mail an. Oft sind es spezielle oder für das Unternehmen neue Themen. Beispielsweise, wie verbeitrage ich Werksstudenten, wie läuft das, wann müssen die zahlen, wann müssen sie nicht zahlen? Oder ein Unternehmen hat zum ersten Mal einen Altersrentner, der nebenher verdienen möchte – was muss gemeldet werden? Oder ein Mitarbeiter geht für ein halbes Jahr in eine Niederlassung im Ausland.
Frank Packschies
Welche Unternehmen sind Hauptzielgruppe des Firmenservice?
Interviewer
Das sind die kleinen und mittelständischen Unternehmen. Große Unternehmen sind oft gezielter unterwegs, sie haben Beauftragte für verschiedene Sparten und hatten unterschiedliche Fälle meist schon mehrfach. Hier unterstützt der Firmenservice ebenfalls und trifft hier meistens auf sehr gezielte Fragestellungen. Klein- und Mittelbetriebe haben sich oft noch nie mit bestimmten Aspekten beschäftigt. Sie sind weniger spezialisiert, haben nicht die Ressourcen, um sich vollumfänglich um die einzelnen Themenfelder zu kümmern. Dort hat der Firmenservice neben dem umfassenden Beratungsauftrag oft eine Wegweiserfunktion.
Frank Packschies
Was bedeutet „Wegweiserfunktion“?
Interviewer
Einerseits bieten wir Beratung aus einer Hand. Die Firmen wissen, dass sie den Ansprechpartner des Firmenservice, den sie gestern zum gesunden Mitarbeiter befragt haben, heute zum Beitragsrecht anrufen können. Darüber hinaus ziehen wir nicht die Grenze an unserer Zuständigkeit. Wenn der Firmenberater feststellt, dass gerade nicht die Rentenversicherung zuständig ist, sondern die Krankenkasse oder Berufsgenossenschaft – dann informiert er den Arbeitgeber über die Hintergründe und vermittelt ihn auch an einen zuständigen Ansprechpartner beim anderen Sozialversicherungsträger.

Dieser Blick über den Tellerrand der Firmenberater ist für Unternehmen Gold wert, die eine zügige Antwort brauchen und sich nicht erst durch verschiedene Instanzen telefonieren möchten.
Frank Packschies

Weitere Informationen

Firmenservice
Mehr zum Firmenservice auf der Seite der Deutschen Rentenversicherung

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