Ihre-Vorsorge Logo

Frankreich: Macron will Rentenalter auf 65 Jahre anheben

Im Gegenzug soll die Mindestrente wohl von 1.000 auf 1.100 Euro steigen. Andere Parteien teils für höheres, teils für niedrigeres Rentenalter.

Artikel vorlesen

Tags

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Kreis von Fahnenmasten mit europäischen Flaggen. Bild: IMAGO / YAY Images / fifg

© Nicht definiert

Paris (dpa). Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will das Rentenalter von 62 auf 65 Jahre anheben. Macron plane die Reform für den Fall seiner Wiederwahl bei der Präsidentschaftswahl im April, sagte Regierungssprecher Gabriel Attal am Donnerstag dem Sender RTL. „Im Programm von Emmanuel Macron gibt es auch den Vorschlag, das Rentenalter schrittweise auf 65 Jahre anzuheben.“ Im Gegenzug solle die Mindestrente von 1.000 auf 1.100 Euro erhöht werden. In der Ankündigung seiner Kandidatur vor einer Woche hatte Macron bereits geschrieben: „Wir müssen mehr arbeiten (...).“ Im Rahmen einer zunächst geplanten und angesichts der Corona-Krise nicht umgesetzten umfassenden Rentenreform hatte Macron eine Erhöhung des Rentenalters auf 64 Jahre ins Auge gefasst. Auch seine konservative Mitbewerberin Valérie Pécresse, die für die Républicains antritt, plädiert für ein Anheben des Rentenalters auf 65 Jahre.

Die rechte Kandidatin Marine Le Pen ist von ihrer Forderung nach einer generellen Rente ab 60 Jahren inzwischen abgerückt. Der Renteneintritt solle auch vom Eintrittsalter ins Berufsleben abhängig sein. Wer schon früh berufstätig ist, solle mit 60 in Rente können, andere gestaffelt erst später. Die Kandidatin der Sozialisten, Anne Hidalgo, will am Eintrittsalter von 62 festhalten und die Mindestrente auf 1.200 Euro erhöhen. Macrons Pläne bezeichnete sie als „absoluten Skandal“. Auch Grünen-Bewerber Yannick Jadot sprach von einer sozialen Ungerechtigkeit mit Blick auf die harte Arbeit vieler Beschäftigter. Dem Links-Kandidaten Jean-Luc Mélenchon schwebt vor, das Rentenalter von 62 auf 60 Jahre zu senken. Der erste Wahlgang der Präsidentschaftswahl ist am 10. April, die zweite Runde am 24. April.

Mehr zum Thema


Weitere Artikel

Time
2 Minuten

Rentenniveaugarantie, Mütterrente und Reformpakete: Warum die Pläne der Regierung für Milliardenrisiken sorgen und der Rechnungshof Alarm schlägt.

Time
2 Minuten

Viele Menschen werden zu Hause von Angehörigen gepflegt. Nicht selten treten diese dafür im Job kürzer. Unter Umständen kann aber die Pflege etwas für die Rente bringen.

Time
2 Minuten

Die Koalition steht vor wegweisenden Wochen. Werden Reformvorhaben unter Dach und Fach gebracht?

Time
1 Minuten

Die Deutsche Rentenversicherung bietet kostenlose Online-Vorträge zu verschiedensten Themen an. Eine Übersicht über das Angebot im Oktober.

Time
1 Minuten

46 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fordern die Bundesregierung auf, die Rentenreform nicht zu verwässern. Was empfehlen sie?

Time
1 Minuten

Um die Vorschläge der Rentenkommission gibt es eine anhaltende politische Debatte. Was davon wird umgesetzt? Der Vizekanzler setzt sich für eine Maßnahme besonders ein.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026