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"Grundsicherungsbedarf steigt wenig"

Forscher erwartet, dass 2030 etwa 4,3 Prozent der Senioren neben ihrer Rente staatliche Hilfe benötigen.

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Alte Frau holt eine Münze aus ihrer Geldbörse. Bild: IMAGO / YAY Images / Matej Kastelic

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Potsdam/Bad Homburg (sth). Die Zahl der Senioren in Deutschland, die neben ihren selbst erworbenen Alterseinkünften staatliche Grundsicherung benötigen, wird bis zum Jahr 2030 von derzeit 526.000 vermutlich auf rund 834.000 Menschen steigen. Dennoch wird der Anteil der hilfebedürftigen Rentnerinnen und Rentner über der Regelaltersgrenze in den kommenden 13 Jahren lediglich von aktuell knapp 3,1 Prozent auf etwa 4,3 Prozent steigen. Das geht aus einer jetzt veröffentlichten Studie des Potsdamer Wirtschaftsforschers und Politikberaters Bruno Kaltenborn hervor. Grund für die Differenz zwischen der stark steigenden Zahl und der nur wenig zunehmenden Quote Älterer mit ergänzendem Hilfebedarf ist laut Kaltenborn vor allem die zunehmende Größe der Neurentner-Jahrgänge (siehe auch Link unten).

In seiner knapp 60 Seiten starken Untersuchung im Auftrag des Forschungsnetzwerks Alterssicherung (FNA) bei der Deutschen Rentenversicherung sieht Kaltenborn mehrere Anhaltspunkte dafür, dass der Grundsicherungsbedarf für Rentner ab dem Geburtsjahrgang 1951 nicht im Tempo des vergangenen Jahrzehnts weiter steigt. So hätten die Hilfequoten Älterer, die kurz vor der Regelaltersrente stehen, "zuletzt nicht mehr mit dem Geburtsjahrgang zugenommen".

Zudem verweist der Potsdamer Wissenschaftler auf eine weitere aktuelle Projektion, nach der sich die Quote der 67-Jährigen mit Grundsicherungsbedarf im Alter im kommenden Jahrzehnt im Vergleich zur aktuellen Situation kaum ändern werde. Schließlich dürften die im Sommer dieses Jahres von der großen Koalition beschlossenen weiteren Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente einen "sukzessive zunehmenden dämpfenden Effekt auf die Hilfequoten haben", heißt es in der Studie.

Mehr zum Thema:

www.sozialpolitik-aktuell.de

Link zur Studie "Grundsicherung wegen Alters: Projektion bis 2030" (im pdf-Format)

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