Ihre-Vorsorge Logo

Handwerksverband für Minijob-Verdienst bis 600 Euro

Verbandspräsident Wollseifer: Mit jeder Anhebung des Mindestlohns verkürzt sich die Arbeitszeit von 450-Euro-Jobbern.

Artikel vorlesen

Tags

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Frau mit Gummihandschuhen putzt Waschbecken im Bad. Bild: IMAGO / Jochen Tack

© Nicht definiert

Berlin (dpa/sth). Der Zentralverband des Deutschen Handwerks hält die Minijob-Gehaltsgrenze von 450 für völlig unzeitgemäß und fordert eine Anhebung auf 600 Euro. "Die 450-Euro-Minijob-Grenze gibt es schon über Jahre, während der Mindestlohn immer weiter steigt", sagte Verbandspräsident Hans Peter Wollseifer der "Rheinischen Post" (Montag). "Minijobber an der 450-Euro-Grenze profitieren aber nicht finanziell von all diesen Steigerungen - für sie verkürzt sich nur mit jeder Anhebung die Arbeitszeit."

Für die Arbeitgeber werde es immer schwieriger, die wegfallenden Arbeitsstunden aufzufangen, sagte Wollseifer. Denn viele Minijobber wollten auf keinen Fall diese Grenze überschreiten. Das führe dazu, dass vielfach nicht mehr genügend Minijobber zu finden seien, etwa Verkäufer bei Bäckern und Metzgern. Deshalb plädiert Wollseifer für eine höhere Grenze von 600 Euro. "Und wir müssen eine Dynamisierung einführen, damit wir nicht immer wieder alle paar Jahre darum kämpfen müssen, dass die Grenze steigt." 

Vor knapp zwei Jahren hatte bereits die FDP-Bundestagsfraktion in einem Antrag gefordert, die seit 2013 geltende Einkommensgrenze für geringfügig Beschäftigte von 450 Euro zu dynamisieren und auf das 60-fache des allgemeinen Mindestlohns zu begrenzen. Dadurch hätten Minijobber wegen der Anhebung des Mindestlohns zu Beginn der Jahre 2019 und 2020 im vergangenen Jahr bis zu 551,40 Euro monatlich verdienen dürfen, im Jahr 2020 bis zu 561 Euro. Der Antrag fand jedoch seinerzeit keine Mehrheit im Parlament. 

Mehr zum Thema:

www.zdh.de

Interview der "Rheinischen Post" mit Handwerksverbands-Präsident Hans Peter Wollseifer – hier veröffentlicht auf der Website des Zentralverbands des deutschen Handwerks

Weitere Artikel

Time
2 Minuten

Das Ende der abschlagsfreien Frührente nach 45 Beitragsjahren ist ein Zankapfel der geplanten Rentenreform. Thorsten Frei wendet sich gegen SPD-Vorstellungen, wie lang die Übergangsfrist sein soll.

Time
2 Minuten

Setzt die Koalition die Rentenreform um oder überlegt es sie sich bei der populären „Rente mit 63“ noch einmal anders? Die Sozialministerin will die Reform – und macht ein Versprechen.

Time
2 Minuten

Der Kanzler macht auch nach der CDU-Schlappe in Sachsen-Anhalt klar, dass große Gesetzesvorhaben weitergehen sollen. Bei der Rente signalisiert er Gesprächsbereitschaft über eine heikle Frage.

Time
2 Minuten

Gesellschaftsforscher haben sich eine wichtige Zahl zur Rente genauer angeschaut: die statistische Lebenserwartung im Alter von 65 Jahren. Wie nah liegt sie an der Wirklichkeit?

Time
6 Minuten

Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt mehren sich Stimmen in der Regierungskoalition, die viele Reformpakete wieder aufschnüren wollen. Im Zentrum der Kritik: die Vorschläge der Alterssicherungskommission.

Time
2 Minuten

Der erstmalige Bezug von Altersrente lag 2025 laut Jahresbericht der deutschen Rentenversicherung bei durchschnittlich 64,7 Jahren.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026