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Höhere Löhne statt Rente mit 70

Prof. Bert Rürup hält die Debatte um die Rente mit 70 zum jetzigen Zeitpunkt für überflüssig

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Berlin (kma). Kräftige Lohnerhöhungen statt einer Rente mit 70. Das fordert Prof. Bert Rürup, früherer Vorsitzender des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, in einem Interview mit der Passauer neuen Presse (Mittwoch). „Die Beschäftigung steigt von Rekord zu Rekord ohne eine relevante Lohndynamik“, kritisiert er. Höhere Löhne seien eine Möglichkeit, die Rentenkasse solide zu finanzieren. Eine weitere Möglichkeit sei eine „den Anforderungen des Arbeitsmarktes entsprechende Zuwanderung“.  

Die Debatte über ein höheres Renteneintrittsalter hält Rürup zum jetzigen Zeitpunkt für überflüssig. Die 2005 beschlossene und seit 2012 umgesetzte schrittweise Erhöhung des Rentenalters auf 67 reiche bis 2031 aus, um die Kosten des demografischen Wandels abzufangen. Die steigende Lebenserwartung bedeutet eine längere Rentenbezugsdauer; die über Jahrzehnte sinkende Geburtenrate sorgt für weniger Arbeitnehmer – und damit weniger Beitragszahler. Außerdem könne es „nicht Aufgabe des Renteneintrittsalters sein“, die Folgen des Geburtenrückgangs auszugleichen.  


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