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Immer mehr Sachsen-Anhalter arbeiten auch im Rentenalter

Im Juni 2021 waren von etwa 867.000 Beschäftigten des Bundeslandes rund 20.500 mindestens 67 Jahre alt – fast 9.000 mehr als 2010.

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Magdeburg (dpa/sa). In Sachsen-Anhalt arbeiten immer mehr Menschen auch im Rentenalter. Im Juni des vergangenen Jahres waren von den etwa 867.000 Beschäftigten rund 20.500 Personen 67 Jahre und älter. Das geht aus einem Schreiben des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage des Ostbeauftragten der Linksfraktion im Bundestag, Sören Pellmann, hervor. Im Jahr 2010 waren noch rund 11.700 Senioren erwerbstätig gewesen, damals gab es in Sachsen-Anhalt 860.000 Beschäftigte.

Insbesondere die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse von den berufstätigen Rentnerinnen und Rentnern ist gestiegen: von 1186 (2010) auf 4292 (2021). Zugleich erhöhte sich die Zahl der Minijobs von Senioren in den elf Jahren von 10.500 auf 16.200. Linken-Politiker Pellmann nannte es „inakzeptabel“, dass immer mehr Rentnerinnen und Rentner arbeiten müssten, „um über die Runden zu kommen“. Im Osten hätten sich die Zahlen nahezu verdoppelt. Das Rentensystem sichere die Bürger immer weniger ab. „Wir brauchen eine deutliche Anhebung des Rentenniveaus, eine armutsfeste Mindestrente“, forderte er.


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