Ihre-Vorsorge Logo

Kampagne für mehr Sozialforschung

Sozialstaats-Repräsentanten fordern mehr Förderung sozialpolitisch orientierter Expertise.

Artikel vorlesen

Tags

Autor / Quelle

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Kampagne für mehr Sozialforschung

© Nicht definiert

Berlin/Offenbach (sth). Für einen "Wiederaufbau" der sozialpolitischen Forschung an deutschen Universitäten machen sich die Deutsche Rentenversicherung sowie namhafte Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft stark. In einem gemeinsamen Aufruf, der jetzt in der Zeitschrift "Wirtschaftsdienst" veröffentlicht wurde, setzen sich Sozialpolitiker sowie die Repräsentanten von Kirchen, Sozialverbänden und Rentenversicherung für eine "Rekultivierung" der Forschung über den deutschen Sozialstaat ein. Ohne eine eine verstärkte sozialpolitische Forschung "können wir die souveräne Gestaltungshoheit über unsere Zukunft nicht gewinnen", heißt es in dem Aufruf zur Begründung (siehe erster Link unten).

Hintergrund des bemerkenswerten Vorstoßes ist eine schon vor mehr als zwei Jahren von Wissenschaftlern verschiedener Diziplinen vorgelegte Analyse, nach der sich die deutsche Sozialstaatsforschung "am Scheideweg" befinde. Die Sozialpolitik verschwinde bereits seit den 1990er-Jahren "zunehmend aus dem universitären Wissens- und Ausbildungssystem in Deutschland", kritisierten die Sozialexperten. Damit fehle die "öffentliche, andauernde, begleitende, empirisch fundierte" Forschung. Das Ergebnis wäre eine "Sozialpolitik im Blindflug", warnten die Wissenschaftler.

"Grundlagen sind verlorengegangen"

Der aktuelle Aufruf führender Sozialstaatsrepräsentanten unterstreicht den damaligen Expertenbefund. "Fundierte, belastbare Grundlagen in Forschung und Lehre" seien in den Fächern, die sich in der Vergangenheit intensiver mit dem Sozialstaat befasst hätten, in den vergangenen Jahrzehnten "verloren gegangen". An den betroffenen Fakultäten seien vielfach andere Prioritäten gesetzt worden. Um den drohenden Verlust sozialpolitisch wichtiger Erkenntnisse zu vermeiden, müssten die Verantwortlichen dieses Problem "jetzt in seiner ganzen Größe zur Kenntnis nehmen und sich um Abhilfe bemühen", schreiben die 19 Unterzeichner des Aufrufs.

Die Deutsche Rentenversicherung unterstreicht ihren Willen zur Bewältigung des Problems mit einer aktualisierten und erweiterten Neuausgabe der Zeitschrift "Deutsche Rentenversicherung" vom Frühjahr 2015. Für die aktuelle Ausgabe (siehe zweiter Link unten) haben sich auch Sozialethiker der beiden großen christlichen Kirchen mit einem Beitrag zum drohenden Wissensverlust im Ethikbereich der katholischen und evangelischen Theologie beteiligt. Der Tenor der Sozialwissenschaftler hat sich in den vergangenen beiden Jahren jedoch nicht verändert: Es bleibe "vielleicht noch ein Zehnjahresfenster", um auch künftig eine relevante Sozialstaatsforschung sicherzustellen, mahnen die Forscher.

Mehr zum Thema:


Weitere Artikel

Time
3 Minuten

Die Bundesregierung verteidigt die Anbindung der Rente an die Löhne im Vergleich zu Anpassungen auf Basis einer Preisindexierung.

Time
2 Minuten

Das rentenupdate der Deutschen Rentenversicherung Bund liefert Zahlen, Daten und Fakten zu aktuellen Themen rund um die Rente.

Time
3 Minuten

Krempelt die Koalition die Rente wie angekündigt um – trotz aller Widerstände auch in den Reihen von CDU und SPD? Schwarz und Rot bemühen sich, die Reihen zu schließen.

Time
1 Minuten

Die Deutsche Rentenversicherung bietet kostenlose Onlinevorträge zu unterschiedlichen Themen an – auch zur Frage, welche Leistungen Hinterbliebene erhalten können.

Time
2 Minuten

Ab Januar 2027 gilt das neue GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz. Es wird auch als Krankenkassen-Reform bezeichnet. Was sich für Menschen ändert, die arbeiten und Altersrente in Teilrente beziehen.

Time
2 Minuten

Das Ende der abschlagsfreien Frührente nach 45 Beitragsjahren ist ein Zankapfel der geplanten Rentenreform. Thorsten Frei wendet sich gegen SPD-Vorstellungen, wie lang die Übergangsfrist sein soll.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026