Ihre-Vorsorge Logo

Macron will Rentenalter von 62 auf 64 Jahre anheben

Laut Medienberichten plant der französische Staatspräsident, dass die Beschäftigten im Nachbarland bald drei Jahre länger arbeiten sollen.

Artikel vorlesen

Tags

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Ausblick auf den Zugersee in der Schweiz: Bild: IMAGO / imagebroker / Stefan Huwiler

© Nicht definiert

Paris (dpa/sth). Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron nimmt einen neuen Anlauf, das Renteneintrittsalter bei unseren westlichen Nachbarn von derzeit 62 Jahren auf künftig 64 oder 65 Jahre anzuheben. Am 23. Januar soll der Gesetzentwurf im Kabinett vorgestellt werden, zwei Wochen später als zunächst angekündigt. Bis dahin will Premierministerin Elisabeth Borne noch mit den Sozialpartnern verhandeln. Nachdem Macron einen ersten Anlauf zu der Reform wegen der Corona-Pandemie auf Eis gelegt hatte, will er sie nun angeblich bereits bis zum Sommer dieses Jahres durchsetzen. Allerdings haben die Gewerkschaften schon signalisiert, dass sie Macrons Plänen mit Widerstand auf den Straßen entgegentreten wollen.

Die französische Regierung stützt sich bei ihrem Vorhaben auf Berechnungen, wonach die Rentenkasse Defizite anhäufen wird, wenn das Renteneintrittsalter nicht angehoben wird. Die Gewerkschaften zweifeln das Zahlenwerk an. Dass es nötig ist, die Rentenausgaben im Griff zu behalten, begründete Macron zudem damit, dass Frankreich mit der Energiewende sowie Investitionen in Schulen und Gesundheitswesen vor Ausgaben steht, die es sonst nicht schultern kann. 

Kann Macron Rückhalt im Parlament mobilisieren?

Ob Macron seine Reform wird durchsetzen können, wird zwar vom Umfang der Proteste auf der Straße beeinflusst. Entscheidender dürfte aber der Rückhalt sein, den er im Parlament für das Vorhaben mobilisieren kann. Da er seit den Parlamentswahlen im Sommer keine eigene absolute Mehrheit mehr besitzt, setzt er auf Unterstützung anderer politischer Lager. Davon halten einzig die konservativen Republikaner eine Reform für sinnvoll. Deren Parteichef Éric Ciotti steht nun vor der Frage, ob seine Partei eher davon profitiert, wenn sie Macron stützt oder in Opposition zu ihm geht.

Was das Austarieren der Reform angeht, hat längst ein Pokern eingesetzt, bei dem drei Zahlen kursieren. Bleibt es beim von Macron angestrebten Renteneintritt mit 65 Jahren, gibt es einen Kompromiss bei 64 Jahren – eine Senatsforderung, mit der Premierministerin Borne sich nach Medienberichten arrangieren könnte. Oder gibt es nur eine „Reform Light“ mit einer schnellen Erhöhung des Eintrittsalters auf 63 Jahre, wie aus konservativer Ecke gefordert? Eine weitere Möglichkeit wäre noch der Rückgriff auf eine Sonderregel, mit der ein Vorhaben nach ergebnisloser Debatte auch ohne Parlamentsbeschluss als angenommen gelten kann. Ob Macron aber soweit gehen will, ist offen.

Mehr zum Thema


Weitere Artikel

Time
2 Minuten

Das rentenupdate der Deutschen Rentenversicherung Bund liefert Zahlen, Daten und Fakten zu aktuellen Themen rund um die Rente.

Time
3 Minuten

Krempelt die Koalition die Rente wie angekündigt um – trotz aller Widerstände auch in den Reihen von CDU und SPD? Schwarz und Rot bemühen sich, die Reihen zu schließen.

Time
1 Minuten

Die Deutsche Rentenversicherung bietet kostenlose Onlinevorträge zu unterschiedlichen Themen an – auch zur Frage, welche Leistungen Hinterbliebene erhalten können.

Time
2 Minuten

Ab Januar 2027 gilt das neue GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz. Es wird auch als Krankenkassen-Reform bezeichnet. Was sich für Menschen ändert, die arbeiten und Altersrente in Teilrente beziehen.

Time
2 Minuten

Das Ende der abschlagsfreien Frührente nach 45 Beitragsjahren ist ein Zankapfel der geplanten Rentenreform. Thorsten Frei wendet sich gegen SPD-Vorstellungen, wie lang die Übergangsfrist sein soll.

Time
2 Minuten

Setzt die Koalition die Rentenreform um oder überlegt es sie sich bei der populären „Rente mit 63“ noch einmal anders? Die Sozialministerin will die Reform – und macht ein Versprechen.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026