Frankfurt am Main (sth). Der Anstieg der durchschnittlichen Lebenserwartung schlägt sich immer mehr auch in der Zahl der an Hochbetagte gezahlten gesetzlichen Renten nieder. Nach aktuellen Daten der Deutschen Rentenversicherung (DRV) waren Ende des Jahres 2023 mehr als 18.000 Bezieherinnen und Bezieher einer gesetzlichen Altersrente über 100 Jahre alt - darunter rund 15.100 Frauen und knapp 3.000 Männer. Damit lag der Frauenanteil in dieser Altersgruppe bei knapp 84 Prozent. Von den knapp 14.600 gesetzlichen Hinterbliebenenrenten an über 100-Jährige entfielen zum gleichen Zeitpunkt mehr als 13.600 auf Witwenrenten, nur etwa 900 Renten flossen an hochbetagte Witwer.
Gegenüber dem Jahr 2010 - also innerhalb von 13 Jahren - erhöhte sich die Zahl der an über 100-Jährige gezahlten Altersrenten laut statistischen Analysen der Rentenversicherer um etwa 4.700 oder 35 Prozent. Insgesamt zahlten die DRV-Träger Ende 2023 monatlich etwa 32.600 Renten an hochbetagte Senioren und Hinterbliebene aus. Da Rentnerinnen und Rentner Anspruch auf eine Altersrente und eine gleichzeitige Hinterbliebenenrente haben können, dürfen die Zahlen über gezahlte Renten nicht mit der Zahl der Rentenbeziehenden gleichgesetzt werden.
Die steigende Zahl der über 100-Jährigen und die weiter gestiegene durchschnittliche Lebenserwartung der Bevölkerung sorgen nicht nur für eine insgesamt größer werdende Rentnerzahl. Auch die durchschnittliche Zeit des Rentenbezugs - sie lag für 2023 beendete Renten im Mittel bei 20,5 Jahren - steigt seit vielen Jahren fast ununterbrochen. Seit 1960 hat sie sich um mehr als das Doppelte verlängert. Für die über 100-Jährigen ist die besonders lange Zeit des Rentenbezugs zudem aus wirtschaftlicher Sicht ein Grund zur Freude: Die Rendite für die von ihnen und ihren Arbeitgebern bezahlten Rentenbeiträge ist erheblich.
