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Regierung plant kein höheres Renteneintrittsalter

Die Sozialsysteme sind unter Druck. Wirtschaftsministerin Reiche hatte daher einen neuen Anstoß für längere Lebensarbeitszeiten gegeben. Die Regierung setzt aber vor allem auf Anreize.

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Bundeskanzleramt in Berlin im Sommer mit spielenden Kindern im Vordergrund an den Springbrunnen. Bild: IMAGO / Fotostand / Reuhl

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Berlin (dpa). In der wieder entbrannten Diskussion über längeres Arbeiten plant die Bundesregierung keine Anhebung des generellen Renteneintrittsalters. Der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille wies in Berlin auf eine entsprechende Festlegung im Koalitionsvertrag hin. Zur Zukunft der Rente umgesetzt werden solle ein Gesamtpaket, das unter anderem eine “Aktivrente” vorsieht. Sie solle Menschen durch Anreize motivieren, auch länger zu arbeiten.

Äußerungen von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche hatten am Wochenende eine Debatte ausgelöst. Die CDU-Politikerin sagte der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”: “Der demografische Wandel und die weiter steigende Lebenserwartung machen es unumgänglich: Die Lebensarbeitszeit muss steigen.” Es gelte: “Wir müssen mehr und länger arbeiten.”

Im Koalitionsvertrag von Union und SPD heißt es: “Statt einer weiteren Erhöhung des gesetzlichen Renteneintrittsalters wollen wir mehr Flexibilität beim Übergang vom Beruf in die Rente.” Die “Aktivrente” soll regeln, dass man sein Gehalt bis zu 2.000 Euro im Monat steuerfrei bekommt, wenn man das gesetzliche Rentenalter erreicht hat und freiwillig weiterarbeitet. Die Regelaltersgrenze für die Rente ohne Abschläge wird seit 2012 und bis 2031 schrittweise von 65 Jahren auf 67 Jahre angehoben.


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