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Rente: Börsch-Supan plädiert für 2:1-Modell

Altersvorsorgeexperte: Steigende Lebenserwartung sollte zu zwei Dritteln auf Arbeitszeit, zu einem Drittel auf Rentenbezugszeit verteilt werden.

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Das Bild zeigt ein Porträt von Prof. Dr. Axel Börsch-Supan, Direktor Munich Center for the Economics of Aging

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München (sth). Für eine feste Regel bei der Verteilung der steigenden Lebenserwartung auf Arbeitszeit und Zeit des Rentenbezugs hat sich der Münchner Ökonom und Altersvorsorgeexperte Axel Börsch-Supan ausgesprochen. Derzeit lebten die Menschen nach der Ausbildung noch ungefähr 60 Jahre lang, von denen sie 40 Jahre arbeiten und 20 Jahre lang Rente beziehen würden, sagte Börsch-Supan in einem Interview der „Süddeutschen Zeitung". "Man braucht also ungefähr zwei Jahre Arbeit, um ein Jahr Rente zu finanzieren."

In den kommenden 35 Jahren müsse das Renteneintrittsalter schrittweise um mehr als drei Jahre steigen, erklärte der Direktor des Munich Center for the Economics of Ageing (MEA) am Max-Planck-Institut für Soziarecht und Sozialpolitik. Wie gesetzlich vorgesehen, würde die Altersgrenze demnach von derzeit 65 Jahren und acht Monaten zunächst bis 2030 auf 67 Jahre steigen. Danach müsse sie bis 2042 auf 68 Jahre und bis 2054 auf 69 Jahre steigen. Ob darüber hinaus ein nöch höheres Rentenalter erforderlich sei, hänge von der langfristigen Entwicklung der allgemeinen Lebenserwartung ab, sagte Börsch-Supan. "Doch das liegt so weit in der Zukunft, dass kein Mensch heute weiß, wie die Lebenserwatrtung sich entwickelt."

Beim Umgang mit körperlich stark belasteten Arbeitnehmern sprach sich der Wissenschaftler für mehr Flexibilität in der Rentenversicherung und in der Arbeitswelt aus. "Das Rentensystem müsste davon Abschied nehmen, ein bestimmtes Rentenalter für alle vorzuschreiben", so Börsch-Supan. Zudem müsse eine alternde Gesellschaft "darüber nachdenken, wie sie das Arbeitsleben aufteilt in angenehmere und härtere Jobs". Es sei jedenfalls "nicht zumutbar", dass ein Arbeitnehmer auch mit Ende 50 oder Anfang 60 "noch Betonkübel schleppt", erklärte der Ökonom.

Mehr zum Thema:

www.sueddeutsche.de

Interview mit dem Münchner Altersvorsorgeexperten Axel Börsch-Supan in der "Süddeutschen Zeitung"

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