Berlin (sth). Die Beitragseinnahmen der gesetzlichen Rentenversicherung sind in den ersten neun Monaten dieses Jahres weiter deutlich gewachsen. Wie aus aktuellen Zahlen der Deutschen Rentenversicherung (DRV) hervorgeht, stiegen die Zuflüsse in die Rentenkassen trotz der anhaltenden Wirtschaftskrise gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um etwa 5,2 Prozent auf knapp 234,1 Milliarden Euro. Von Januar bis September des Vorjahres waren die Beitragseinnahmen im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Jahres 2023 um etwa 5,5 Prozent gewachsen, geht aus Daten des Bundesamts für Soziale Sicherung hervor.
Die für die Rentenversicherung besonders wichtigen Einnahmen aus Pflichtbeiträgen der Beschäftigten und Arbeitgeber kletterten den neuen Daten zufolge gegenüber dem Zeitraum Januar bis September 2024 um etwa 9,5 Milliarden Euro oder 4,8 Prozent. Aber auch die von der Bundesagentur für Arbeit zugunsten von Arbeitslosen an die Rentenkassen überwiesenen Beiträge wuchsen laut Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) in den ersten neun Monaten dieses Jahres im Vorjahresvergleich um 618 Millionen Euro.
1,23 Monatsausgaben liegen aktuell in der Rentenkasse
Der Finanzpuffer der Rentenversicherung, die sogenannte Nachhaltigkeitsrücklage, sank saisonüblich von rund 43,85 Milliarden Euro im Dezember 2024 auf etwas mehr als 36,8 Milliarden Euro Ende September. Das entsprach 1,23 Monatsausgaben - nach 1,55 Monatsausgaben zum Ende vergangenen Jahres. Erfahrungsgemäß erreicht die Rentenrücklage wegen der Rentenanpassung zur Jahresmitte im Oktober eines Jahres ihren niedrigsten Stand - bevor sie im November wegen der dann oft anfallenden Sonderzahlungen wie etwa Weihnachtsgeld wieder steigt.
Bis zum Jahresende werde die Nachhaltigkeitsrücklage voraussichtlich auf rund 1,3 Monatsausgaben zurückgehen, hatte die DRV-Bundesvorstandsvorsitzende Anja Piel bereits im Juni bei der Bundesvertreterversammlung der Rentenversicherer angekündigt. Dennoch werde die Rücklage damit auch "am Jahresende noch gut gefüllt (sein) und der Beitragssatz auch im kommenden Jahr stabil bleiben”.
