Ihre-Vorsorge Logo

"Rentenversicherung gerät unter Zusatzdruck"

Bundesbank: Nach 2030 sollte das gesetzliche Rentenalter an die fernere Lebenserwartung gebunden werden.

Artikel vorlesen

Tags

Autor / Quelle

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Steigende Stapel von Münzen mit roter Kurve, im Hintergrund Mann mit Ordner und Taschenrechner. Bild: IMAGO / Panthermedia / Andriy Popov

© Nicht definiert

Frankfurt (sth). Vor zusätzlichem Druck für die Rentenversicherung ab dem Jahr 2030 hat die Bundesbank gewarnt. Wenn das gesetzliche Rentenalter dann nicht weiter steige, werde das Verhältnis zwischen Renten- und Beitragszeiten mit zunehmender allgemeiner Lebenserwartung ab diesem Zeitpunkt wieder wachsen, heißt es im neuen Monatsbericht der deutschen Währungshüter. Dies trage dazu bei, dass sich die "Relation zwischen Rentenbeziehenden und Beitragszahlenden immer weiter vergrößert". Um diesen Effekt abzumildern, "könnte das Rentenalter nach 2030 an die fernere Lebenserwartung gebunden werden", schlagen die Bundesbanker vor.

Zur finanziellen Lage der Rentenversicherer heißt es, im zweiten Quartal 2019 habe die gesetzliche Rentenversicherung einen Überschuss von einer halben Milliarde Euro verzeichnet. Im Vorjahresvergleich habe sich das Plus damit um 1,5 Milliarden Euro verringert. Einem Ausgabenzuwachs von 6,5 Prozent – vor allem wegen der im zweiten Quartal erstmals ausgezahlten erhöhten Mütterrenten für die Bestandsrentnerinnen – habe wegen der nach wie vor günstigen Beschäftigungs- und Lohnentwicklung ein Einnahmen-Plus von 4,5 Prozent gegenüber gestanden, so die Bundesbank.

Für die zweite Jahreshälfte zeichneten sich ähnliche Entwicklungen ab wie im ersten Halbjahr, heißt es im Bericht aus Frankfurt weiter. Für das Gesamtjahr sei folglich zwar "ein deutlich schlechteres Ergebnis als im Vorjahr" zu erwarten. "Ein moderater Überschuss scheint aber möglich". Damit schließt sich die Bundesbank der Frühjahrs-Hochrechnung des Schätzerkreises für die Rentenversicherung an, der für dieses Jahr ein Plus von knapp unter 100 Millionen Euro prognostiziert hatte.  

Mehr zum Thema:

www.bundesbank.de

Monatsbericht der Bundesbank für August 2019 (Kapitel "Öffentliche Finanzen") – im pdf-Format

Weitere Artikel

Time
2 Minuten

Das rentenupdate der Deutschen Rentenversicherung Bund liefert Zahlen, Daten und Fakten zu aktuellen Themen rund um die Rente.

Time
3 Minuten

Krempelt die Koalition die Rente wie angekündigt um – trotz aller Widerstände auch in den Reihen von CDU und SPD? Schwarz und Rot bemühen sich, die Reihen zu schließen.

Time
1 Minuten

Die Deutsche Rentenversicherung bietet kostenlose Onlinevorträge zu unterschiedlichen Themen an – auch zur Frage, welche Leistungen Hinterbliebene erhalten können.

Time
2 Minuten

Ab Januar 2027 gilt das neue GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz. Es wird auch als Krankenkassen-Reform bezeichnet. Was sich für Menschen ändert, die arbeiten und Altersrente in Teilrente beziehen.

Time
2 Minuten

Das Ende der abschlagsfreien Frührente nach 45 Beitragsjahren ist ein Zankapfel der geplanten Rentenreform. Thorsten Frei wendet sich gegen SPD-Vorstellungen, wie lang die Übergangsfrist sein soll.

Time
2 Minuten

Setzt die Koalition die Rentenreform um oder überlegt es sie sich bei der populären „Rente mit 63“ noch einmal anders? Die Sozialministerin will die Reform – und macht ein Versprechen.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026