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Rentenversicherung vor neuen Herausforderungen

Vertreterversammlung der DRV Mitteldeutschland blickt zufrieden auf das vergangene Jahr und geht entschlossen die digitale Transformation an.

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Rentenversicherung vor neuen Herausforderungen

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Leipzig (drv/sth). "Die gesetzliche Rentenversicherung blickt nach wie vor auf eine sehr solide Finanzierung." Sehr zufrieden berichtete die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Mitteldeutschland, Susanne Wiedemeyer, am Dienstag bei der Vertreterversammlung in Leipzig über die aktuelle Lage der Rentenversicherung. Trotz einer Senkung des Beitragssatzes seien die Gesamteinnahmen gegenüber dem Vorjahr erneut gestiegen – auf 228,8 Milliarden Euro. Grund dafür seien die hohen Beschäftigungszahlen und die gestiegenen Bruttolöhne.

Im Vergleich zu 2017 seien in den ersten neun Monaten des Jahres zehn Milliarden Euro mehr eingenommen worden, sagte Wiedemeyer. Erwartungsgemäß gestiegen seien aber auch die Ausgaben: Mit 229,2 Milliarden Euro sind das 6,4 Milliarden Euro mehr als im Vorjahreszeitraum. „Diese Mehraufwendungen kommen fast vollständig aus der Entwicklung der Renten und der Krankenversicherung der Rentner“, so die Vorstandsvorsitzende.

Doch die Rentenversicherung steht vor neuen Herausforderungen: Im November hat die Bundesregierung das Rentenversicherungsleistungsverbesserungs- und Stabilisierungsgesetz beschlossen. „Allein die Mütterrente II trägt mit jährlich 3,8 Milliarden Euro maßgeblich zum Anstieg der Rentenausgaben bei“, so Wiedemeyer. Die Vorstandsvorsitzende informierte außerdem über den Abschlussbericht der Sozialversicherungswahlen: Die gestiegene Wahlbeteiligung zeuge von der hohen Wertschätzung der Selbstverwaltung in der Bevölkerung.

Die Lage der Rentenversicherung in Mitteldeutschland

Auch der mitteldeutsche Rentenversicherungsträger kann mit der Entwicklung der Einnahmen zufrieden sein, betonte Jork Beßler in seinem Bericht. "Insgesamt sind die Beitragseinnahmen gegenüber dem Vorjahr um 315 Millionen Euro auf über 10 Milliarden Euro gestiegen", so der Geschäftsführer. Wie in der allgemeinen Rentenversicherung seien aber auch bei der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland die Ausgaben gestiegen: für Rentenzahlungen und Krankenversicherung der Rentner (KVdR) um rund 1,2 Milliarden Euro auf 22,4 Milliarden Euro. Gestiegen seien auch die Antragszahlen: Bis Oktober 2018 wurden rund 92.200 Rentenanträge gestellt: 0,6 Prozent mehr als in den ersten zehn Monaten 2017.

Die DRV Mitteldeutschland befindet sich inmitten der digitalen Transformation. In Erfurt und Halle wurden zwei Dokumentenzentren zum Scannen von Akten eingerichtet, spätestens Anfang 2020 wird die digitale Bearbeitung in allen Bereichen eingeführt sein. Die Beratungsstelle Eisenach testet aktuell die Videoberatung, mit der Versicherte via Liveschaltung kurzfristig und standortunabhängig beraten werden können. In den ersten zehn Monaten des Jahres hatte der mitteldeutsche Regionalträger über eine Million Kundenkontakte: 911.000 in persönlichen Gesprächen und 95.500 am kostenlosen Servicetelefon.

Haushalt für 2019 verabschiedet

Die Vertreterversammlung verabschiedete in ihrer Sitzung auch den Haushalt für 2019. Die Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland verfügt im nächsten Jahr über einen Etat von rund 30,8 Milliarden Euro. Den größten Ausgabenposten stellen die Rentenzahlungen dar. Dafür sind rund 28,0 Milliarden Euro vorgesehen. Für Leistungen zur Teilhabe hat der mitteldeutsche Rentenversicherungsträger 429 Millionen Euro eingeplant. Für die Verwaltungs- und Verfahrenskosten stehen 295 Millionen Euro zur Verfügung. Auf der Seite der Einnahmen wird u. a. mit Beiträgen in Höhe von 13 Milliarden Euro sowie mit 6 Milliarden Euro an Zuschüssen aus Bundesmitteln und mit 9 Milliarden Euro aus dem Finanzverbund gerechnet.


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