Berlin (ots/sth). Der Sozialverband Deutschland (SoVD) stellt sich hinter die Pläne von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) für eine langfristige Stabilisierung des Rentenniveaus. „Es ist ein gutes und richtiges Signal, dass das Rentenniveau auch nach dem Jahr 2025 nicht unter 48 Prozent absinken soll“, sagte SoVD-Präsident Adolf Bauer am Dienstag. Sein Verband fordere jedoch eine „sofortige Anhebung des Mindestrentenniveaus auf 50 Prozent und danach eine schrittweise Anhebung auf das lebensstandardsichernde Niveau von 53 Prozent“, so Bauer.
Den von den Ampel-Parteien beschlossenen Einstieg in die teilweise Kapitaldeckung der gesetzlichen Rentenversicherung bewertet der SoVD-Präsident kritisch. „Aus Sicht des SoVD ist die gesetzliche Rentenversicherung mit ihrem umlagefinanzierten System die zentrale Säule im Alterssicherungssystem in Deutschland, die sich durch Verlässlichkeit, Stabilität und Sicherheit auszeichnet“, so Bauer. Es müsse deshalb „sichergestellt werden, dass die Einführung der teilweisen Kapitaldeckung nicht zu einer Schwächung der gesetzlichen Rentenversicherung führt". Der geplante Kapitalfonds dürfe nicht mit Mitteln gespeist werden, „die zur Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung im Umlageverfahren benötigt werden“, forderte Bauer.
