Lübeck (sth). Die Zahl der Neurentnerinnen und -rentner in Norddeutschland bleibt auf hohem Niveau. So erhielten in Hamburg im vergangenen Jahr 15.883 Versicherte erstmals eine Altersrente, wie die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Nord jetzt mitteilte. Das seien zwar 150 Neurentner weniger als im Vorjahr gewesen, sagte Sprecher Sebastian Bollig. Dennoch betonte er: “Die Babyboomer-Generation erreicht zunehmend das Rentenalter, was sich in deutlich steigenden Zahlen bemerkbar macht.”
Die mit 8.415 meisten der Neurentnerinnen und -rentner bezogen demnach eine Regelaltersrente - und arbeiteten damit mindestens bis zum Erreichen des gesetzlichen Renteneintrittsalters von zurzeit 66 Jahren und vier Monaten. Bis 2031 steigt die Regelaltersgrenze auf 67 Jahre. Eine abschlagsfreie Altersrente nach 45 Versicherungsjahren – die sogenannte Rente mit 63 - hätten im vergangenen Jahr erstmals 3.139 Männer und Frauen aus Hamburg erhalten. Mit Abschlägen gingen den Angaben zufolge 3.413 langjährig Versicherte - also über 63-Jährige mit mindestens 35 Versicherungsjahren - in Rente. Insgesamt seien in Hamburg Ende vergangenen Jahres gut 306.000 Altersrenten ausgezahlt worden.
Mecklenburg-Vorpommern
Aus Mecklenburg-Vorpommern erhielten erstmals 20.564 Versicherte eine gesetzliche Altersrente. Dies sind rund 100 Personen mehr als im Vorjahr (2023: 20.473). Davon bekamen 5.603 Versicherte eine Regelaltersrente (2023: 5.728). Mehr Neu-Ruheständler nutzten jedoch die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren - die sogenannte Rente für besonders langjährig Versicherte. In Mecklenburg-Vorpommern erhielten 6.648 Versicherte - das ist ein Anteil von knapp einem Drittel - im letzten Jahr diese Form der Altersrente (2023: 6.767). Die meisten Versicherten aus dem Nordosten entschieden sich 2024 für eine Altersrente für langjährig Versicherte. Diese haben im letzten Jahr 6.713 Männer und Frauen erhalten (2023: 6.441). Insgesamt wurden in Mecklenburg-Vorpommern 2024 mehr als 446.000 Altersrenten durch die Deutsche Rentenversicherung ausgezahlt.
“Mecklenburg-Vorpommern liegt damit im Trend der ostdeutschen Bundesländer, wo besonders viele Menschen die Möglichkeiten wählten, um vorzeitig in Rente zu gehen. In den westdeutschen Bundesländern bezieht die Mehrzahl der neuen Rentnerinnen und Rentner dagegen eine Regelaltersrente”, so die DRV Nord.
Schleswig-Holstein
In Schleswig-Holstein erhielten den Angaben zufolge 2024 erstmals 31.408 Versicherte eine gesetzliche Altersrente. Dies sind knapp 400 weniger als im Vorjahr (2023: 31.781). Die meisten der in Rente wechselnden Versicherten bekamen demnach eine Regelaltersrente, insgesamt waren es 13.673 (2023: 14.188). 8.763 Versicherte erhielten im letzten Jahr erstmals eine abschlagsfreie Altersrente nach 45 Versicherungsjahren – die sogenannte Rente mit 63. Im Vorjahr waren es rund 9.063 Personen, die erstmals diese Rente bekommen hatten. Eine Altersrente für langjährig Versicherte haben im letzten Jahr 7.092 Männer und Frauen erhalten - 419 Personen mehr als 2023. “Ende 2024 wurden in Schleswig-Holstein zusammengenommen rund 640.000 Altersrenten durch die Deutsche Rentenversicherung ausgezahlt”, so die DRV Nord.
