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4,8 Millionen Menschen profitieren von höherem Mindestlohn

Mehr Geld für Millionen Beschäftigte: Besonders Frauen und Jobs im Gastgewerbe kommt die Mindestlohnerhöhung zugute. Wer sonst noch profitiert und wie hoch das Plus ausfällt.

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Kellnerin in einem Restaurant. Bild: IMAGO / Westend61

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Wiesbaden (dpa). Von der jüngsten Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns könnten einer Schätzung zufolge bis zu 4,8 Millionen Menschen in Deutschland profitieren. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag im April 2025 knapp jedes achte Beschäftigungsverhältnis (rund 12 Prozent) unterhalb des seit 1. Januar 2026 geltenden Mindestlohns von 13,90 Euro brutto pro Stunde.

Werden diese Jobs mit dem neuen Mindestlohn vergütet, ergibt sich für die betroffenen Beschäftigten eine geschätzte Steigerung der Verdienstsumme um bis zu sechs Prozent beziehungsweise insgesamt 275 Millionen Euro, wie die Wiesbadener Statistiker errechnet haben.  

Dabei wurde angenommen, dass alle betroffenen Beschäftigten mindestens den zuvor gültigen Mindestlohn von 12,82 Euro erhielten. Lohnsteigerungen nach April 2025 wurden nicht berücksichtigt.

Weitere Erhöhung ab 2027

Die durch eine Verordnung des Arbeitsministeriums geregelte Anhebung beruht auf einer Empfehlung der Mindestlohnkommission vom Juni. Anfang 2027 wird der Mindestlohn demnach weiter auf 14,60 Euro steigen. Davon werden nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes maximal sieben Millionen Jobs betroffen sein, für die sich dann eine weitere Steigerung der Verdienstsumme um rund vier Prozent oder rund 315 Millionen Euro ergäbe.

Frauen profitieren nach Angaben des Bundesamtes häufiger als Männer von der Mindestlohnerhöhung, weil sie häufiger in gering bezahlten Jobs arbeiten. Bei den Branchen ist besonders stark das Gastgewerbe betroffen, wo geschätzt fast die Hälfte (47 Prozent) aller Jobs von der Mindestlohnerhöhung profitieren. Auch in Land- und Forstwirtschaft (37 Prozent) profitieren viele Beschäftigte.


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