Berlin (dpa). Die Ampelkoalition legt wegen der gestiegenen Lebenshaltungskosten bei der geplanten Bafög-Erhöhung noch ein wenig nach. Die Bafög-Sätze sollen nun zum Wintersemester um 5,75 statt 5 Prozent steigen. Zudem werden die Elternfreibeträge um 20,75 statt 20 Prozent angehoben. Dies soll den Kreis der möglichen Empfänger vergrößern. Der Bundestag beschloss am Donnerstag mit den Stimmen der Ampel-Koalition und der Linken die Reform.
Der Bafög-Satz für Studierende steigt von 427 auf 452 Euro im Monat. Wer nicht mehr bei den Eltern lebt, kann außerdem 360 statt bisher 325 Euro für die Miete bekommen.
Erhöhung von Zuschlägen – aber auch neue Altersgrenzen
Die Reform sieht außerdem eine Erhöhung der Zuschläge für Miete, Kranken- und Pflegeversicherung vor sowie höhere Zuschläge für die Kinderbetreuung für Studierende, die schon Eltern sind. Die Altersgrenze von 30 Jahren bei Bafög-Beginn soll außerdem auf 45 Jahre angehoben werden, damit auch später noch ein Studium aufgenommen werden kann. Für Schüler und Azubis steigt das Bafög ebenfalls.
Im Gegenzug wird allerdings beim sogenannten Schonvermögen nun eine Altersgrenze eingezogen, was zuerst nicht geplant war: Unter 30-Jährige dürfen maximal 15.000 Euro besitzen, die nicht aufs Bafög angerechnet werden. Bei über 30-Jährigen soll die Grenze künftig bei 45.000 Euro liegen. Momentan liegt sie generell bei 8200 Euro.
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