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Deutlich mehr Ausgaben für Sozialhilfe

Die Ausgaben für Sozialhilfe – dazu gehören die Grundsicherung im Alter und die Hilfe zur Pflege – sind im vergangenen Jahr erneut gestiegen.

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Rentnerin zählt Euro-Geldscheine und Münzen auf einem Tisch mit weißer Tischdecke. Bild: IMAGO / Panthermedia / michimulder

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Wiesbaden (dpa). Mit 15,3 Milliarden Euro netto gaben die Träger 6,5 Prozent mehr für Leistungen nach dem Zwölften Buch des Sozialgesetzbuchs aus, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte.

Mehr als die Hälfte entfiel den Angaben zufolge auf die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung mit 8,1 Milliarden Euro, das waren 7,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Den größten Anstieg verzeichneten die Sozialhilfeträger wie im vergangenen Jahr bei der Hilfe zur Pflege mit plus zehn Prozent auf 4,7 Milliarden Euro.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz warnte, dieser Anstieg lasse für dieses Jahr schlimmste Befürchtungen wahr werden. „Inflation, Tarifanpassungen und explodierende Energiekosten werden immer mehr Pflegeheimbewohner zunächst arm und dann zu Sozialhilfeempfängern machen“, sagte Vorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. „Doch während die Bundesregierung die Energieversorger rettet, schaut sie bei den Pflegebedürftigen tatenlos zu.“ Ein Inflationsausgleich bei den Pflegeleistungen müsse jetzt unverzüglich kommen.

Mit 1,2 Milliarden Euro verharrten die Hilfen zum Lebensunterhalt in etwa auf dem Niveau des Vorjahres, wie das Bundesamt mitteilte. Einen Rückgang um 4,2 Prozent gab es im Bereich der Hilfen zur Gesundheit, zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten sowie in anderen Lebenslagen, in den mit knapp 1,3 Milliarden Euro 4,2 Prozent weniger Geld floss als im Vorjahr. Mit diesen Hilfen können in schwierigen Situationen beispielsweise Haushaltshilfen bezahlt werden.

In der Statistik nicht enthalten ist die Grundsicherung für Arbeitsuchende, die nach dem Zweiten Buch des Sozialgesetzbuches (SGB II) geregelt ist.

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